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Wasserdicht: Verbraucherschützer wollen Samsung verklagen

04.07.2019 | 15:50 Uhr | Denise Bergert

Der australische Verbraucherschutz will Samsung wegen irreführender Werbung bei seinen Handys verklagen.

Nach Auffassung der australischen Verbraucherschutzorganisation ACCC (Australian Competition and Consumer Commission) führt Samsung seine Kunden bei der Werbung für seine Samsung-Galaxy-S-Smartphones in die Irre . Die Galaxy-S-Geräte besitzen seit 2016 eine IP68-Zertifizierung. Diese Schutzklasse sagt aus, dass die Smartphones vor Staub geschützt sind und in einer Wassertiefe von bis zu 1,5 Metern für 30 Minuten untergetaucht werden können.

Die ACCC hat sich mehr als 300 Werbeanzeigen und Werbeclips von Samsung angeschaut und kam dabei zu der Erkenntnis, dass Samsung die Beschränkungen der IP68-Zertifizierung in der Werbung nicht genügend herausarbeitet. So würden Samsung-Smartphones häufig mit einem Strand- oder Pool-Szenario beworben, obwohl die IP68-Zertifizierung lediglich für Frischwasser gilt. Zudem erwecke Samsung in seiner Werbung den Eindruck, als seien Galaxy-S-Geräte auch noch wasserdicht, wenn sie bei mehr als 1,5 Metern länger als 30 Minuten untergetaucht würden.

Laut der ACCC hätte Samsung in Australien mehrere Garantie-Ansprüche von Galaxy-S-Käufern aufgrund von Wasserschäden zurückgewiesen. Diese Kunden seien davon ausgegangen, dass sie die Smarthones in den Situationen benutzen können, in denen sie auch von Samsung beworben wurden – am Strand und am Pool. Die ACCC erwägt, Klage gegen Samsung wegen irreführender Werbung einzureichen.

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