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Warum Sie Ihr altes NAS von Western Digital ausmustern sollten

30.11.2021 | 16:40 Uhr | Stephan Wiesend

Aus Sicherheitsgründen beendet Western Digital den Support von alten NAS-Geräten mit altem Betriebssystem

Vor allem bei Heimanwendern sind die NAS-Geräte von Western Digital beliebt, auch viele Mac-Anwender nutzen einen der kompakten Netzwerkspeiche r. Besitzer eines älteren NAS bzw. Cloud-Speichers von Western Digital bekamen letzte Woche allerdings eine unangenehme E-Mail. In der englischsprachigen E-Mail warnt der Hersteller nämlich Besitzer eines My-Cloud-Modells mit dem Betriebssystem My Cloud OS 3, dass der Support bald endgültig eingestellt wird. Ein Update auf My Cloud OS 5 wird empfohlen.

WD schaltet dann für bestimmte Funktionen notwendigen Server ab und man kann die Geräte mit My Cloud OS 3 dann nur noch in einem lokalen Netz verwenden. Ab 15. April 2022 sind diese Geräte nur noch im lokalen Netz nutzbar, Funktionen mit Internetzugriff wie die Benachrichtigung per E-Mail, Fern-Zugriff, Sicherheitsupdates oder technische Unterstützung eingestellt. WD empfiehlt, dass die Nutzer ein Backup ihrer Daten erstellen und die Verbindung ins Internet deaktivieren. Außerdem sollen die Nutzer auf ein sicheres Passwort achten. Wir empfehlen, die Geräte zu ersetzen – allein aus Sicherheitsgründen. Der Hintergrund: Das System MyCloud OS 3 hat schwere Sicherheitslücken, wodurch die Geräte aus dem Netz angreifbar sind. Es kam erst im Juni sogar in der Praxis zu Angriffen, bei denen Hacker per Remote etwa bei einer My Book Live einen Reset auslösten – was zur Löschung aller Daten auf den Geräten führte .

Eigentlich würde ein Upgrade auf das neuere System My Cloud OS 5 das Problem lösen, leider sind viele ältere Geräte nicht mehr damit kompatibel. Das Beheben der Sicherheitslücken in MyCloud OS 3 wurde dagegen offensichtlich verworfen. Schon seit letztem Jahr hatte WD deshalb einen kostenlosen Datenrettungs-Service angeboten und ein Trade-In-Programm gestartet. Nicht betroffen sind übrigens die aktuellen Modelle der Reihe My Cloud Home, das Problem liegt offenbar in kaum noch zu behebenden Software-Fehlern in MyCloud OS 3. Die betroffenen Geräte, die mit MyCloud OS3 ausgeliefert wurden:

  • My Cloud PR2100

  • My Cloud PR4100

  • My Cloud EX2 Ultra

  • My Cloud EX4100

  • My Cloud EX2100

  • My Cloud DL2100

  • My Cloud DL4100

  • My Cloud Mirror Gen2

  • My Cloud (P/N: WDBCTLxxxxxxx-10)

  • WD Cloud

  • My Cloud Mirror

  • My Cloud EX2

  • My Cloud EX4

  • My Cloud (P/N: WDBCTLxxxxxxx-00)

Für die meisten Geräte ist ein Update auf MyCloud OS 5 möglich, bei einigen Geräten jedoch nicht. So sind etwa die My Cloud und My Cloud Mirror der ersten Generation nicht mehr kompatibel, die Versionen der zweiten Generation sehr wohl. Ebenfalls keine Updates gibt es für die Modelle MyCloud EX2:

 MyCloud Erste Generation

  • MyCloud Mirror Erste Generation

  • MyCloud EX2

  • MyCloud EX4

Kunden mit diesen Geräten erhalten laut WD im Januar einen Gutschein zugeschickt, über den sie 20 Prozent Rabatt auf ein Neugerät erhalten.

Achtung: Noch ältere Geräte werden von WD nicht mehr unterstützt, sollten aber ebenfalls ersetzt werden. Dazu gehören Modelle, die von den erwähnten Hacker-Angriffen betroffen waren.

  • My Book Live

  • My Book Live Duo

  • WD TV Live Hub

  • MyNet N900C

Eine genauere Beschreibung der Aktualisierung ist auf der Support-Seite zu finden, bei vielen Geräten ist auch die Aktualisierung der Firmware notwendig. Schade: Das System Cloud OS 5 wurde von vielen Nutzern eher als Rückschritt empfunden

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