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Warum Automatisierung unverzichtbar wird

07.06.2019 | 15:14 Uhr

Schon ein nicht installiertes Security Update kann zu verheerenden Datenlecks führen. Wie man das mit Hilfe intelligenter Automatisierung verhindert, zeigt das Beispiel der BWI.

Eine aktuelle Studie der Marktforscher von Crisp Research zeigt eine bedenkliche Tendenz auf: In den meisten deutschen IT-Abteilungen erledigen Entscheider administrative Standardaufgaben heute noch manuell – beispielsweise in Gestalt der Aktualisierung von Betriebssystemen. Dadurch geht viel Zeit verloren, die sie anderweitig nutzen könnten. Bleibt die Frage: Warum übernimmt das nicht einfach eine intelligente Software? Schließlich bietet eine automatisierte IT-Landschaft in Kombination mit speziellen Management-Tools auch ein deutlich höheres Sicherheitsniveau.
 
Den in der vorgenannten Studie befragten Entscheidern fehlt in erster Linie die Zeit und das Budget, um ihre IT-Infrastruktur umfassend zu automatisieren. Dabei sind es genau diese Faktoren, die die IT-Manager und Administratoren dazu bewegen sollten, sich eingehend mit dem Thema IT-Automatisierung zu beschäftigen, wie Dr. Carlo Velten, Senior Analyst bei Crisp Research deutlich macht: „Viel Potenzial bleibt ungenutzt. IT-Abteilungen müssen in Automationstechnologien investieren und ihre Organisationsstrukturen überdenken.“

Intelligentes Patching für mehr Security

Nur für die Bundeswehr betreibt die BWI in ihren Rechenzentren rund 6.000 Server, die schon aus Compliance-Gründen regelmäßig aktualisiert werden müssen. Die hochkritischen Systeme und Daten sollen schließlich zu jeder Zeit vor möglichen externen Attacken (etwa durch kriminelle Hacker oder Cyberspione) geschützt sein. Dieses Schutzniveau zu jeder Zeit aufrechtzuerhalten, ist alles andere als eine triviale Aufgabe: Jedes Update erfordert den Neustart des jeweiligen Servers – in diesem Zeitraum sind die installierten Anwendungen allerdings nicht verfügbar. Um diesen Prozess möglichst effizient zu koordinieren, setzt die BWI auf intelligent automatisierte Update Rollouts.
 
Dazu stellt der Fachbereich „Datacenter Automation“ eine Management-Umgebung bereit, mit der das Unternehmen die standardisierten Serversysteme in den Rechenzentren der Bundeswehr betreibt. Dafür bietet die Einheit automatisierte Lösungen an – zum Beispiel für das Patch Management, um Updates strategisch zu steuern. Ein spezielles Management Tool verteilt die Patches dabei auf alle Server in den Rechenzentren der Bundeswehr und führt die Systemaktualisierung durch. Dafür analysiert es zunächst, wann welche Anwendung wie häufig genutzt wird und erstellt auf dieser Basis den optimalen Update-Zeitplan.
 
Auch das Einspielen der Patches läuft automatisiert ab: So bleiben alle Server immer auf dem neuesten Stand, während das Sicherheitsniveau steigt. Gleichzeitig schafft die Automatisierung wertvolle (zeitliche) Freiräume, indem sie Ressourcen freisetzt und repetitive Aufgaben übernimmt. Das Patch Management ist dabei nicht nur in der Lage, Programme und Daten zu aktualisieren, es kann auch Systeme optimieren, indem es Risiken und menschliche Fehler reduziert. Um sicherzustellen, dass nach dem Update alles wieder wie gehabt funktioniert, hat die BWI zusätzliche Testzeitfenster eingerichtet.

Zukunftsmusik IT-Automatisierung?

Das Beispiel der BWI zeigt: Intelligente Systeme sind in der Lage, viele Standardaufgaben zu übernehmen, gerade weil IT-Landschaften im Zuge der Digitalisierung immer komplexer werden. Automatisierung befreit IT-Fachkräfte und -Spezialisten nachweislich von den Fesseln wenig anspruchsvoller Alltags-Tasks, erhöht die Produktivität und spart Kosten. Eine Studie der Information Service Group prognostizierte vor einiger Zeit, dass im Jahr 2019 bereits 72 Prozent der weltweiten Unternehmen Automatisierung nutzen – im vollen Betrieb oder in Pilotprojekten. Eine Einschätzung, die sich für viele Unternehmen in Deutschland nicht bewahrheitet hat – immer noch schöpft das Gros das Potenzial ihrer IT nicht richtig aus.
 
Mit schwerwiegenden Folgen: Crisp Research geht davon aus, dass deutsche Unternehmen bis zum Jahr 2020 rund sechs Milliarden Euro einbüßen werden. Der Grund: mangelhafte IT-Automatisierung. Verhindern lässt sich das nur, wenn in den Unternehmen ein Umdenken stattfindet. Denn von selbst stößt sich eine Automatisierungsinitiative nicht an – hier ist insbesondere die Management-Ebene gefragt.

Wanted: IT-Fachkräfte in allen Bereichen

Bei der BWI hat man das erkannt – und spart seinen Kunden mit dem Ansatz der intelligenten Automatisierung Zeit und Geld. Für die komplexen IT-Projekte von Bundeswehr und Bund sucht das bundesweit an 40 Standorten vertretene Unternehmen Fachpersonal in allen Bereichen. Wenn Sie also eine neue Herausforderung (beispielsweise als Softwareentwickler, SAP-Spezialist, Citrix-Experte oder IT-Architekt) suchen und gesteigerten Wert auf ein zeitgemäßes Arbeitsumfeld legen, sollten Sie keine Zeit mehr verlieren und die Karrierewebsite der BWI für mehr Informationen in Augenschein nehmen.

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