Channel Header
25912

WLAN

19.02.2007 | 11:35 Uhr |

Vorteil: keine Kabel

Nachteil: Sicherheitsproblematik

Mit WLAN sind Sie unabhängig vom Kabel und können sich zum Beispiel mit dem Notebook beliebig durch Wohnung und Garten bewegen. In punkto Tempo sind aktuelle WLAN-Komponenten, die Draft-11n (auch Pre-11n genannt) oder proprietäre Erweiterungen des 11g-Standards wie Turbo G, G+ oder Xtreme G nutzen, selbst für die bandbreitenintensive Übertragung von HD-Material gerüstet. Fürs DVD-Streaming genügen an sich auch Geräte nach dem Standard 802.11g.

Wie schnell die Daten im Praxisbetrieb übertragen werden, hängt aber wesentlich von den Umgebungsbedingungen ab: Betonwände und -decken, Metall-Regale und -Heizkörper bremsen die Funksignale, durch Menschen und Gegenstände ausgelöste Reflexionen schwächen das Nutzsignal. Die praktische Transferrate im WLAN liegt deshalb immer deutlich unter dem theoretischen Maximum.

Wenn Sie ein WLAN komplett neu einrichten, sollten Sie darauf achten, dass alle Komponenten einen gemeinsamen Standard nutzen und das entsprechende Wi-Fi-Logo tragen. Die proprietären Erweiterungen bieten zwar höheres Tempo – aber nur, wenn alle Komponenten den gleichen WLAN-Chipsatz nutzen. Und der kann sich sogar bei Produkten ein und desselben Herstellers unterscheiden. Mischen Sie Geräte verschiedener Hersteller im Netzwerk, kommen diese meist nicht über das Standard-Tempo von 11g hinaus - wenn sich noch alte 11b-Geräte im WLAN tummeln, fällt es sogar darunter.

Zwar ist es sehr bequem, sich per Funk statt per Kabel zu vernetzen – es ist aber auch deutlich unsicherer. Da sich die Funksignale unkontrolliert ausbreiten, lässt sich der Datenverkehr, der darüber läuft, leicht abhören. Deshalb sollte jedes WLAN mit einer starken Verschlüsselung geschützt werden: Derzeit gilt WPA/WPA2 als sicher, der Vorgänger lässt sich mit entsprechenden Tools schnell aushebeln. Doch viele Anwender verzichten darauf, das WLAN zu schützen – sei es, weil sie sich der Sicherheitsprobleme nicht bewusst sind, sei es, weil das Verschlüsseln mit den Tools des Betriebssystems oder des WLAN-Herstellers zu kompliziert ist.

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
25912