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Vorsicht Paypal-Betrug: Polizei warnt vor dieser Masche

04.07.2020 | 13:01 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Betrüger nehmen Kleinanzeigen-Anbieter gezielt ins Visier. Die Betrugsmasche läuft über angebliche Paypal-Zahlungen.

Betrüger nehmen Kleinanzeigen-Anbieter gezielt ins Visier. Davor warnt das Landeskriminalamt Niedersachsen. Die Betrugsmasche läuft über angebliche Paypal-Zahlungen. Die Polizei betont, dass die Masche zwar nicht neu sei, in den vergangenen Monaten aber immer wieder vorkomme.

So läuft der Betrug: Sie haben als Verkäufer in einem Kleinanzeigenportal etwas zum Verkauf angeboten. Ein angeblicher Käufer bekundet reges Interesse an der Ware. Der Käufer fragt freundlich per Mail an und antwortet auch recht zügig auf die erste Antwort des Verkäufers mit genauen Nachfragen, die sein Kaufinteresse glaubhaft erscheinen lassen sollen.

Antwortet der Verkäufer auf diese Mail, so meldet sich der angebliche Käufer wieder und sagt, dass er mit dem Preis einverstanden sei und per Paypal bezahlen wolle. Er können die Ware aber nicht abholen und wolle damit einen Transportdienst beauftragen. Der Verkäufer solle seine bei Paypal angegebene Mailadresse und die Handynummer schicken, der Kaufpreis würde dann sofort überwiesen.

Doch sobald der Verkäufer diese Daten geschickt hat, kommt eine neue Mail des angeblichen Käufers. Darin steht, dass der Verkäufer dem Transportdienst die Kosten für den Transport überweisen müsse; die dafür nötigen Bankdaten einer belgischen Bank stehen ebenfalls in der Mail. Aus diesem Grund habe der Käufer auch mehr Geld mittels Paypal überwiesen, die diese Kosten abdecken.

Dieses Geld geht jedoch nie auf dem Paypal-Konto des Verkäufers ein. Der Verkäufer bekommt nur eine gefälschte Paypal-Nachricht in Paypal-Optik, in der behauptet wird, dass die Zahlung erfolgt sei und man nun auf eine Bestätigung des Transportdienstes warte, damit die Überweisung an den Käufer vollzogen werden könne. Sobald der Verkäufer das Geld an die genannte Bank in Belgien überweist, meldet sich der angebliche Käufer nie mehr.

Überwiesenes Geld zurück zu bekommen ist schwierig, vor allem, wenn die Betrüger das Konto bereits abgeräumt haben. Sie sollten sich auf jeden Fall sofort an Ihre Bank wenden und Anzeige bei der Polizei erstatten.

Der genaue Wortlaut der betrügerischen Mails kann variieren, die Täter verwenden Textbausteine, in denen das konkrete Produkt in der Regel nicht genannt wird. Das Landeskriminalamt Niedersachsen nennt hier Beispiele.

Zusammengefasst - so erkennen Sie den Betrugsversuch: Die Täter behaupten einen Sitz/Arbeitsplatz im Ausland zu haben, wohin der Versand mittels Schifffahrt oder Reederei (gern EMS) erfolgen soll. Die Sprache in den Mails des Käufers klingt nach einem Übersetzungsprogramm. Immer behauptet der Käufer, dass er per Paypal mehr Geld überwiesen habe, damit der Verkäufer die Überweisung an den Transportdienst tätigen kann.

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