57754

Volumenlizenzen und Softwarepakete

07.03.2007 | 08:44 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Microsoft teilt Unternehmenssoftware in zwei rechtlich relevante Gruppen ein: Volumenlizenzen (dazu gehören Enterprise Agreement, Select und Open-Programme, also alle Abkommen mit Kunden, bei denen große Mengen an Softwarelizenzen in der Regel via Download vertrieben werden. Auf Wunsch kann der Kunde zusätzlich aber auch Datenträger bekommen) und Softwarepakete (System-Builder und OEM). Letztere werden als komplettes Paket inklusive Datenträger und Echtheitszertifikat vertrieben. Sofern ein solches Softwarepaket absolut vollständig weiterverkauft wird (also inklusive Datenträger, Lizenzvertrag, Echtheitszertifikat, Handbuch, Umverpackung) und der Verkäufer die Software auf seinem Rechner löscht, akzeptiert Microsoft den Weiterverkauf ohne Widerrede, wie das Unternehmen auf einer Informationsveranstaltung dazu ausdrücklich erklärte. Microsoft betont sogar, dass der Handel mit gebrauchten Systembuilder-Lizenzen durchaus verbreitet und akzeptiert sei.

Ganz anders verhalte es sich nach Meinung von Microsoft aber mit den Volumenlizenzen. Mit gebrauchten Volumenlizenzen würde Usedsoft unter anderem derzeit werben und nur dagegen wehre sich Microsoft, wie Leibrandt betont.

Derzeit würde unter vielen Händlern und Kunden eine große Unsicherheit darüber herrschen, was in Zusammenhang mit Volumenlizenzen und dem Kauf von gebrauchter Software denn rechtmäßig sei und was nicht. Deshalb sehe Microsoft hier einen Informationsbedarf und habe dafür eine umfassende Aufklärungskampagne gestartet, obwohl das Unternehmen beteuert, dass es sich bei dem Handel mit gebrauchten Volumenlizenzen nur um ein geringes wirtschaftliches Volumen handeln würde. Microsoft gehe es aber um Rechtssicherheit für seine Kunden, deshalb die Aufklärungskampagne.

PC-WELT Marktplatz

57754