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Volks- und Raiffeisenbanken: Besonders raffinierter Betrugsversuch

20.01.2022 | 12:42 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken werden jetzt durch einen gut getarnten Angriffsversuch bedroht. Die Details.

Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken haben nichts zu lachen. Zumindest nicht in Zusammenhang mit Cyberkriminalität. Denn praktisch wöchentlich starten Cybergangster neue Angriffe auf Kunden dieser beiden Genossenschaftsbanken. Laut den Verbraucherschützern haben Betrüger aber nun einen besonders raffinierten Phishingversuch gestartet.

Denn die neuen Phishingmails tarnen sich als "Volksbank Newsletter. Immer bestens informiert“, wie die Betreffzeile lautet. Das ist nun in der Tat raffiniert, denn Banken verschicken regelmäßig Newsletter an ihre Kunden. Insofern ist diese Masche zunächst einmal viel glaubwürdiger als die sonst verschickten Phishingmails, die sich als dringende Mitteilungen der Banken ausgeben - solche kommen aber eben nie per Mail und schon gar nicht ohne persönliche Anrede! Bei einem Newsletter dagegen sind eine unpersönliche Anrede und ein allgemein gehaltener Text durchaus glaubwürdig. Auch der Banner und die Grafik in der Mail nehmen das Newsletter-Thema geschickt auf.

Weniger raffiniert ist dagegen der Inhalt des angeblichen Newsletters. Denn daran wird wieder einmal auf die Zahlungsdiensterrichtlinie PSD2 für Datenmissbrauch ausnutzt ( PSD2 gibt es tatsächlich). Der "Newsletter" informiert die Empfänger angeblich darüber, dass deren Konto noch nicht für die PSD2-Richtlinie und die damit verbundene "Zwei-Faktor-Authentifizierung" registriert sei. Das solle deshalb schnellstmöglich über den beigefügten Link nachgeholt werden. Dieser wiederum führt auf eine Phishingseite.

Deshalb gilt auch hier: Löschen Sie die Mail und klicken Sie keine Links darin an.

Hier ein Überblick über die wichtigsten Phishingmails der letzten Monate:

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