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Vodafone verteidigt Zusammenarbeit mit Huawei

30.04.2019 | 16:20 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Ein Bericht zu Backdoors in Vodafone-Geräten von Huawei wirbelt Staub auf. Vodafone verteidigt seine Kooperation mit Huawei.

Der "Bloomberg"-Bericht zu angeblichen Backdoors in Vodafone-Netzwerkgeräten wirbelt viel Staub auf. Vodafone nahm das zum Anlass, um seine Zusammenarbeit mit Huawei noch einmal zu verteidigen und zu erklären. Wir geben die Stellungnahme im Wortlaut wieder:
 
"1. Die Sicherheit unseres Netzwerks ist für Vodafone Deutschland von größter Bedeutung. In unserem Netz werden ausschließlich Komponenten eingesetzt, die unsere strengen Sicherheitsanforderungen erfüllen. Vodafone hält stets alle gesetzlichen Vorschriften und Bestimmungen für die Verwendung von Komponenten in seinen Netzen ein.
 
2. Vodafone Deutschland setzt neben den Produkten anderer Hersteller seit zehn Jahren auch Produkte von Huawei, dem weltweit größten Anbieter von Netzwerkausstattung, in seinen Netzen ein. Die kontinuierlichen Sicherheitskontrollen von Vodafone Deutschland, die wir seit zehn Jahren auch zu den Netzelementen von Huawei durchführen, und weitere Sicherheitstests, die permanent in Großbritannien durchgeführt werden, haben keine Sicherheitsbedenken oder Hinweise auf Missbrauch des Netzes durch Huawei ergeben.
 
3. Vodafone Deutschland hält an dem Grundsatz fest, dass auch die 5G-Netzwerke absolut sicher sein müssen. Daher unterstützt Vodafone alle sinnvollen Maßnahmen, die zu einer Versachlichung der Diskussion und einer angemessenen Risikobewertung beitragen. Vodafone Deutschland gestaltet diesen Prozess aktiv mit und befindet sich im direkten Dialog mit den relevanten Stellen.
 
4. Die gesamte europäische Telekommunikationsbranche würde Schwierigkeiten haben, wenn Netzwerkgeräte von Huawei nicht mehr eingesetzt werden dürften. Ein Verbot von Huawei-Produkten würde in Deutschland dazu führen, dass der 5G-Ausbau wesentlich teurer und sich erheblich verzögern würde - vor allem auch im ländlichen Raum..." Zitat Ende.

Bloomberg sorgt mit seinen Spionage-Geschichten nicht zum ersten Mal für Schlagzeilen: Erst im Oktober letztes Jahres hat die "Newsweek"-Ausgabe über Spionage-Chips aus China in den Servern von Apple, Amazon & Co. berichtet . Beide Unternehmen haben die Geschichte ungewöhnlich harsch dementiert und sogar einen Widerruf verlangt. Eine Überprüfung des Server-Herstellers Super Micro brachte keine Beweise für die Geschichte von Bloomberg. Das Magazin hat zudem eine interne Ermittlung angefangen, wie es zu der Story kommen konnte.

Vodafone & Huawei dementieren Bericht über Backdoors in Huawei-Geräten

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