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Vodafone schließt "größtes LTE-Funkloch Deutschlands"

28.10.2019 | 09:47 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Vodafone verkündet die Schließung des größten LTE-Funklochs in Deutschland. Davon profitieren über 280.000 Menschen.

Das Telekommunikationsunternehmen Vodafone erweitert sein LTE-Netz um eine Fläche von 350 Quadratkilometern und schließt damit laut eigenen Angaben das bisher "größte LTE-Funkloch Deutschlands". Abgedeckt werde mit LTE ein neues Gebiet, welches mit seinen 310 Quadratkilometern größer als München sein soll.

Von der Erweiterung des LTE-Netzes profitieren rund 280.000 Menschen, die in den Grenzgebieten zu Belgien, Dänemark, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden, Polen, Tschechien, Schweiz und Österreich leben. Sie können nun das schnellere LTE-Netz nutzen. Dazu hat Vodafone gleichzeitig insgesamt 50 grenznahe LTE-Stationen aktiviert. Insgesamt stehen sogar für 1,5 Millionen Menschen größere LTE-Kapazitäten zur Verfügung, denn Vodafone hat zusätzlich auch die Sendeleistung von mehr als 300 Mobilfunkstationen erhöht. Bis zum Jahresende sollen außerdem weitere 100.000 Menschen in Grenzregionen den Zugang zum LTE-Netz erhalten, denn dann werden 90 weitere LTE-Stationen an den Start gehen.

Ermöglicht wurde dies alles durch den Gesetzgeber. Die in der Vergangenheit geltenden rechtlichen Regeln verhinderten den LTE-Ausbau in den Grenzregionen. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und die Bundesagentur hatten daher eine Stärkung des Netzausbaus in den Grenzregionen Deutschlands beschlossen. Dadurch durfte Vodafone nun neue LTE-Stationen aktivieren und die Leistung der bestehenden LTE-Stationen erhöhen.

"An vielen Stationen in Grenzgebieten konnten wir schnelles Netz bislang nicht mit voller Leistung zu unseren Kunden bringen – obwohl die Technik bereitstand. Gemeinsam mit der Politik haben wir dieses Problem jetzt gelöst", erklärt Vodafone-Chef Hannes Amestreiter.

Nicht nur Großstädte profitieren vom LTE-Ausbau

Vodafone betont dabei, dass von dem Ausbau nicht nur Großstädte profitieren. Die neuen LTE-Stationen können beispielsweise von Menschen genutzt werden, die in Görlitz oder Frankfurt (Oder) und damit in der Nähe der Grenze zu Polen leben oder in Burghausen an der Grenze zu Österreich. Im Dreiländer-Eck in Aachen wurden die Mobilfunkkapazitäten erhöht. Und auch die Menschen in Nordhorn an der niederländischen Grenze erhalten nun die volle LTE-Geschwindigkeit.

Keine Gesprächsabbrüche mehr

Der Ausbau der LTE-Stationen in den Grenzregionen sorgt auch dafür, dass allen Vodafone-Kunden erstmals das sogenannte internationale Handover angeboten werden kann. So wird beim Überqueren der Grenze zu den Niederlanden nicht mehr das Telefongespräch abgebrochen. Dafür mussten die Mobilfunkstationen modernisiert werden, was bisher an rund 80 Prozent der Grenzgebiete zu den Niederlanden geschehen sei. Die Technologie soll künftig auch in anderen Grenzregionen zum Einsatz kommen.

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