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Vodafone Smart Door: Paket-Zusteller öffnet fremde Türen

20.03.2019 | 11:05 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Vodafone entwickelt zusammen mit Uniberry einen smarten Türöffner. Mit ihm kann der Paket-Zusteller fremde Türen öffnen und die Pakete auch bei Abwesenheit des Empfängers zustellen.

Vodafone beteiligt sich an einem Projekt, bei dem Paketboten ihre Pakete beim Empfänger zustellen können, auch wenn dieser nicht zu Hause ist. Die Lösung hat Vodafone auf den Namen „Smart door“ getauft. Dabei handelt es sich um einen Concierge-Service, den das Start-up Uniberry entwickelt hat. Er soll Paket-Zusteller und Paket-Empfänger im Internet of Things (IoT) miteinander verbinden.

Smart Door öffnet dem Paketboten die Haustür zu Mehrfamilienhäusern über ein Modul, das an die Klingelanlage angebunden wird. Dieses Modul verfügt laut Vodafone über einen Barcode-Scanner und eine Internet-Verbindung über Vodafone und ist mit dem elektrischen Öffner der Hauseingangstür verbunden. Der Paketbote scannt die Sendungsnummer des Pakets ein. Diese Sendungsnummer wird über Smart Door ausgelesen und online überprüft. Wenn der Logistiker (z. B. DHL, Hermes, DPD) bestätigt, dass sich das Paket in Zustellung befindet und für einen Bewohner des Hauses bestimmt ist, wird die Tür einmalig freigegeben. Der Paketbote hinterlegt die Sendung dann nach Vorgabe im Haus in einem dafür vorgesehenen Bereich oder direkt vor der Wohnungstür des Empfängers. Der Empfänger bekommt über den Lieferdienst eine Zustellungsbestätigung auf sein Smartphone.

Vodafone denkt aber nicht nur an Paket-Zusteller. Über den Concierge-Dienst könnten auch zeitunabhängige Warenlieferungen oder haushaltsnahe Dienstleistungen, die einen Zugang zu Gebäuden oder speziellen Räumen erfordern, möglich werden. Zum Beispiel, wenn Servicetechniker zu Wartungsarbeiten bestellt, Lebensmittel-Lieferungen beauftragt wurden oder Pflegekräfte Hausbesuche machen. Ebenso können Hausbewohner Gästen digitale Schlüssel temporär einrichten und zum Beispiel per Mail an Smartphones verschicken. Auch Hausverwaltung können mit einem Klick aus der Ferne Türen öffnen.

Die für den digitalen Concierge erforderlichen elektronische Schließzylinder sollen sich einfach nachrüsten lassen. Die Ansteuerung erfolgt laut Vodafone in der Regel über eine gesicherte Funkverbindung. Dieselbe Technik lässt sich in das Smart-Door-Modul integrieren. Türen können dann über das Smartphone vor Ort oder zentral durch einen Operator freigegeben werden.

Die Deutsche Post hat erst kürzlich mitgeteilt, dass sie vorerst auf die Zustellung hinter die Wohnungstür verzichten wolle. Amazon dagegen bietet in den USA mit Amazon Key schon länger einen vergleichbaren Zustellservice an.

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