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Vodafone: 5G-Ausbau auf flachem Land gestartet

22.04.2020 | 15:11 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Vodafone hat mit dem 5G-Ausbau in der Fläche begonnen. Davon sollen auch LTE-Nutzer profitieren.

Vodafone hat laut eigenen Angaben mit dem 5G-Ausbau in der Fläche begonnen. Denn bisher hatte Vodafone genauso wie die Deutsche Telekom seine ersten 5G-Antennen nur in Großstädten in Betrieb genommen. Siehe auch: 5G in Deutschland nutzen - die Netzkarte von Vodafone .

Wenn man weit funken will, sind niedrigere Frequenzbereiche gefragt. Deshalb startet Vodafone seinen 5G-Ausbau auf dem Land mit 700-Megahertz-Frequenzen. Das 700-MHz-Band war wieder frei geworden, nachdem es nicht mehr für DVB T verwendet wurde. Das passierte mit dem Umstieg von DVB-T1 auf DVB-T2. Mehr zu dieser "Digitalen Dividende" lesen Sie hier.

Die 700-Megahertz-Frequenzen funken besonders weit ins Land und besonders tief in die Häuser hinein, wie Vodafone erklärt. Damit könnte es dann auch dort eine Mobilfunkverbindung geben, wo bisher das Netz nur ganz schwach oder gar nicht verfügbar war.

Vodafone will so bis Ende 2020 mehr als 10 Millionen Menschen in Deutschland mit 5G versorgen können. Zudem bringt bei diesem Neuausbau eine Antenne zwei Netze zum Kunden: 5G und LTE. Je nachdem, welches Smartphone der Kunde nutzt, soll die Mobilfunk-Antenne die passende Mobilfunk-Technik bereitstellen. Die dem zugrundeliegende Technologie heißt Dynamic Spectrum Sharing.

Der Startschuss fiel am 21. April 2020 in Berge (Meschede) im Hochsauerland. Bislang war laut Vodafone LTE hier teilweise noch gar nicht oder nur mit wenigen Megabit pro Sekunde verfügbar. Das soll jetzt anders sein. Zeitgleich hat Vodafone das reichweitenstarke 5G-Netz im Hochsauerlandkreis auch in Brilon, Olsberg, Bad Wünnenberg und Bad Fredeburg aktiviert. In Baden-Württemberg funkt das Netz jetzt in Ulm, Blaustein, Buch und Heroldstatt; in Brandenburg ab jetzt in Müncheberg.

Eine 700-Megahertz-Mobilfunkstation versorgt laut Vodafone eine Fläche von etwa 20 Quadratkilometern mit 5G. Das ist fünf Mal mehr als die Fläche, die eine 3,5 Gigahertz-Mobilfunkstation mit 5G versorgen kann. Denn die höheren Frequenzbereiche bieten zwar eine größere Bandbreite und damit mehr Tempo, aber weniger Reichweite. 2020 will Vodafone über die 700-Megahertz-Frequenzen mehr als 8.000 Antennen an 2.800 Standorten für 5G freischalten und damit 5G auf einer Fläche von mehr als 60.000 Quadratkilometern anbieten.

5G mit 3,5 GHz und 700 MHz im Vergleich.
Vergrößern 5G mit 3,5 GHz und 700 MHz im Vergleich.
© Vodafone
5G mit 3,5 GHz und 700 MHz im Vergleich.
Vergrößern 5G mit 3,5 GHz und 700 MHz im Vergleich.
© Vodafone

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