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Vivaldi 2.0: Mega-Update für Profi-Browser

26.09.2018 | 13:26 Uhr |

Der Browser Vivaldi ist in der neuen Version 2.0 erschienen. Hier ein Blick auf die Neuerungen und Verbesserungen.

Der Profi-Browser Vivaldi erhält das wohl größte Update in seiner noch jungen Geschichte: Vivaldi 2.0. "Ihr Browser ist ein Portal zur Art und Weise, wie Sie leben, lernen, arbeiten und spielen. Diese neue Version von Vivaldi ist ebenso flexibel wie robust und spiegelt wider, wie Sie das Web heute nutzen", erklärt Browser-Pionier Jon von Tetzchner im Blog-Eintrag zur neuen Vivaldi-Version.

Mit Vivaldi 2.0 liefern die Entwickler nun viele von den Nutzern schon lange gewünschten Funktionen aus. Außerdem gibt es hunderte kleinere Verbesserungen. Seit der allerersten Version von Vivaldi, die im April 2016 erschien, gab es laut von Tetzchner mehr als 1.500 Änderungen. Das Ziel bei Vivaldi bleibe es, einen einfach zu bedienenden Browser anzubieten, den die Nutzer beliebig anpassen können. "Vivaldi 2.0 ist ein großer Schritt hin zur Erreichung dieses Ziels", erklärt von Tetzchner.

Vivaldi 2.0: Blick auf die Oberfläche
Vergrößern Vivaldi 2.0: Blick auf die Oberfläche
© Vivaldi

Vivaldi 2.0 präsentiert sich mit einer optisch aufgepeppten Oberfläche, bei der sich nahezu alle Elemente an die vom Nutzer gewünschte Position packen lassen. Wichtigste Neuerung ist aber die Einführung von Vivaldi Sync: Lesezeichen, Verlauf, Erweiterungen, Notizen, gespeicherte Passwörter und viele andere Informationen werden nun nach Erstellung eines Vivaldi-Kontos in der Cloud mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gesichert. Vivaldi betont in dem Zusammenhang, dass keinerlei Programmcode oder Server von Dritten verwendet werden. In den Einstellungen können Sie detailliert auswählen, welche Daten über Vivaldi Sync in der Cloud gespeichert werden sollen.

Vivaldi Sync ist damit ein Dienst, der ausschließlich von Vivaldi betrieben wird. Niemand anderes hat Zugriff auf die Daten, nicht einmal Vivaldi selbst. Im Laufe der Zeit sollen Vivaldi Sync weitere Funktionen hinzugefügt werden.

Vivaldi 2.0: Der Inhalt zweier Tabs lässt sich einfach auf dem Bildschirm anzeigen
Vergrößern Vivaldi 2.0: Der Inhalt zweier Tabs lässt sich einfach auf dem Bildschirm anzeigen
© Vivaldi

Die weitere wichtige Neuerung betrifft das Tab-Management. Bereits bisher bot Vivaldi hier diverse Funktionen, etwa die Möglichkeit, Tabs zu gruppieren. Der Inhalt von zwei Tabs lässt sich nun einfacher in der Split-Screen-Ansicht betrachten. Außerdem wurde neue Möglichkeiten hinzugefügt, zwischen geöffneten Tabs zu wechseln. Auf Wunsch können Tabs nun auch vertikal statt (wie auch bei anderen Browsern üblich) horizontal aneinandergereiht werden. Nicht benötigte Tabs können als Alternative zum Schließen auch in einen Ruhemodus versetzt werden. Eine Übersicht alle Tab-Management-Funktionen finden Sie auf dieser Seite.

Die weiteren Verbesserungen betreffen alle wichtigen Funktionen des Browsers, insbesondere die Seitenleiste, in die die Vivaldi-Entwickler besonders viel Zeit stecken.

Vivaldi 2.0 ist für Windows, Mac und Linux verfügbar. Die vollständigen Veröffentlichungsnotizen finden Sie auf dieser Seite und hier werden auch alle Änderungen von Vivaldi 1.15 zu Vivaldi 2.0 aufgelistet.

Bei Vivaldi handelt es sich um einen chromium-basierten Browser, der sich vor allem an Power-Nutzer richtet. Dahinter steckt der frühere Opera-Gründer und -Chef Jon von Tetzchner, der Opera im Jahr 2011 verließ und Ende 2013 das Unternehmen Vivaldi Technologies gründete.

Ziel der Entwickler ist es, einen Browser zu liefern, der den Nutzern wieder die volle Kontrolle gibt. Eine Stärke von Vivaldi ist die Möglichkeit, den Browser ganz so anpassen zu können, wie man es als Nutzer braucht. Im Kern kommt Chromium zum Einsatz, was dafür sorgt, dass die Websites schnell geladen, gerendert und dargestellt werden können. Außerdem unterstützt Vivaldi dadurch auch alle für Chrome verfügbaren Add-ons.

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