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Vision-S: Sonys Tesla-Konkurrent in voller Fahrt

12.01.2021 | 09:40 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Sony entwickelt ein Auto. Vision-S ist vollgestopft mit Sensoren, Kameras und Displays. Neue Videos zeigen die Produktion und die Fahrt des Fahrzeugs.

Sony hat neue Videos zum Sony Vision-S veröffentlicht. Der Vision-S ist der Prototyp eines Sony-Autos mit der Karosserieform einer klassischen Limousine. Den Vision-S hatte Sony erstmals auf der CES 2020 in Las Vegas vorgestellt. Seit damals hat Sony zusammen mit unterschiedlichen Partnerunternehmen den Prototyp anscheinend weiterentwickelt.

Die jetzt veröffentlichten Videos zeigen den Vision-S bei winterlichen Verhältnissen auf Straßen in Österreich. E in weiteres Video zeigt die Entwicklung eines derartigen Autos sowie dessen Technik.

Sony kann ein Auto nicht komplett allein entwickeln, dafür fehlt dem Elektronikkonzern das automobile Fertigungswissen. Deshalb kooperiert Sony mit dem bekannten Automobil-Zulieferer und -Produzenten Magna Steyr aus Österreich. Sonys Vorgehen könnte man also mit dem von Apple vergleichen, das sich mit Hyundai einen erfahrenen Automobilhersteller für die Produktion seines ersten eigenen Autos gesucht hat - sofern Apple tatsächlich ein eigenes Auto bringen sollte.

Sony hat den Vision-S mit 40 Sensoren vollgestopft. Sie sollen die Umgebung des vernetzten Fahrzeugs im 360-Gradwinkel erfassen. Das Armaturenbrett dominiert ein riesiges Display mit fünf Abschnitten in der Mitte, mit denen man die Kamera, die Einstellungen, Navigation, Musik- und Videofunktionen regelt. Zur Ausstattung des Fahrzeugs gehören außerdem Sprachsteuerung und Gestensteuerung. Die Software des Fahrzeugs soll sich kabellos aktualisieren lassen. Eine 5G-Verbindung ist ebenfalls integriert. Das alles bieten aber auch schon andere Autos, die man bereits oder demnächst kaufen kann. Insofern stellt sich die Frage, wodurch sich der Sony Vision-S von der bereits erhältlichen Konkurrenz abheben soll.

Vermutlich dürfte sich Sony auf Kamera-Funktionen konzentrieren, denn hier hat der japanische Konzern eine besondere Kompetenz. Mit der im Innenraum verbauten Kamera sollen sich die Insassen identifizieren und deren Zustand erkennen lassen. Entdeckt die Kamera, dass auf dem Rücksitz ein Passagier schläft, dann soll das Fahrzeug automatisch die Klimaanlage rund um dessen Sitz entsprechend anpassen. Das Auto soll erkennen, welche Temperaturen der Fahrer bevorzugt, welche Musik er gerne hört und welche Routen er bevorzugt fährt. Auch das können einige moderne Systeme bereits.

Neben Magna Steyr gehören auch Bosch, Continental, AIMotive (ein Start-up aus Ungarn), Elektrobit (gehört Continental), Valeo, Vodafone und ZF zu den Kooperationspartnern von Sony. Sowie Here, Nvidia, Blackberry/QNX und Qualcomm, wie TechCrunch berichtet.

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