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Virusattacke im Weltall

11.01.2017 | 11:51 Uhr |

Wir schreiben das Jahr 2069. Menschen werden mit Hirnimplantaten ausgestattet, die ihre Leistungsfähigkeit optimieren. Primaten werden durch Hirnimplantate auf die menschliche Ebene gestellt und können mit den Menschen kommunizieren. Da befällt erstmals ein Virus diese Implantate.

Eine Raumstation in einer Umlaufbahn des Mars ist die Kontaktstelle für Minenschiffe, deren Arbeiter auf den Asteroiden der Umgebung Rohstoffe abbauen. Dr. Alpha Novak, Ärztin für invasive Kybernetik, arbeitet in der Ambulanz der Raumstation, wo sie hauptsächlich damit beschäftigt ist, Fehlfunktionen und Beschädigungen von Implantaten der Arbeiter zu beheben. Diese Implantate, ins Gehirn eingesetzt, sollen beispielsweise die Leistungsfähigkeit optimieren oder krankheitsbedingte Einschränkungen - etwa epileptische Anfälle - ausschalten.

Oder sie sollen – wie im Fall des Assistenten von Dr. Novak – die Intelligenz steigern: Alpha Novaks Assistent ist ein Bonobo (ihrer Meinung nach benutzt er immer ein viel zu aufdringliches Aftershave!), der über sein Hirnimplantat mit ihr und anderen Menschen kommunizieren kann.

Ob ein Problem in der Konfiguration eines Implantats oder am Bauteil selbst liegt, versucht Dr. Novak mit diversen Diagnoseverfahren herausfinden. Als ein Patient zu ihr kommt, ausgestattet mit einem Gehirnimplantat und einem völlig veralteten Herzschrittmacher, der mit der falschen Software aktualisiert werden sollte, stellt sie im Lauf der Untersuchungen etwas ganz anderes fest: Zum ersten Mal hat ein Computervirus ein menschliches Implantat befallen. Und nicht nur das – das Computersystem der gesamten Klinik scheint bereits infiziert zu sein. Lässt sich der Klinikleiter vom bisher Unvorstellbaren überzeugen und zur Abschaltung des Systems bewegen? Und hat sie sich selber auch infiziert?
 
Zu allem Unglück gibt es jetzt auch noch Probleme mit der künstlichen Schwerkraft in der Raumstation, außerdem Mitarbeiter, die plötzlich austicken und sich danach nicht mehr daran erinnern können, und man findet einen Toten.
 
Jo Koren arbeitet im Bereich Medizinische Informatik und Medizintechnik und beschäftigt sich mit Neurowissenschaften. In „ Vektor “ (12,90 Euro) erzählt Koren sehr unterhaltsam eine Sci-Fi-Story, die stellenweise gar nicht mehr so unmöglich scheint.

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