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Technik-Trends 2022: Datenbrillen von Meta und Apple

26.01.2022 | 08:30 Uhr |

VR- und AR-Fans können sich freuen: 2022 sorgen Mega-Konzerne wie Meta (Facebook) und Apple mit neuen Datenbrillen für Spannung – jedenfalls für alle, die es sich leisten können.

Project Cambria: Der in Meta umbenannte Facebook-Konzern lässt zur angekündigten virtuellen Parallelwelt Metaversum (Metaverse) ganz bewusst Vieles offen. Sie wird als Vision beschrieben, in der Menschen über Avatare den Ort wechseln, um besser miteinander kommunizieren können als über die hauseigenen Dienste WhatsApp, Facebook und Instagram. Das Mittel dorthin liefert Meta in der VR-Brille „ Project Cambria “ gleich mit. Auch sie bleibt vage, soll aber ein High-End-Headset werden, das VR (Virtual Reality) mit AR (Augmented Reality) verbindet. Gebaut wird es vom 2014 gekauften Unternehmen Oculus, das dafür winzige neue Sensoren einsetzt, die sogar Augenkontakt und Mimik in Echtzeit erfassen können.

Mit dem Headset Project Cambria soll der Zugang zum Metaverse gelingen. Die VR-/AR-Brille ist derzeit noch genauso eine Vision wie die Parallelwelt des in Meta unbenannten Facebook-Konzerns.
Vergrößern Mit dem Headset Project Cambria soll der Zugang zum Metaverse gelingen. Die VR-/AR-Brille ist derzeit noch genauso eine Vision wie die Parallelwelt des in Meta unbenannten Facebook-Konzerns.
© Meta

Apple Glasses: Auch Apple wird schon seit Jahren mit VR-/AR-Headsets in Zusammenhang gebracht. In diesem Jahr soll es nun ernst werden. Insider streiten noch, ob zuerst eine AR- oder Mixed-Reality-Brille erscheinen wird. Zu Letzterer kursieren sogar schon nähere Angaben: So wird dem Headset ein Preis von mindestens 3000 US-Dollar zugeschrieben, was nur sehr gut betuchte Kunden ansprechen dürfte. Dafür ist die Datenbrille jedoch mit High-End-Komponenten gespickt – darunter zwei 8K-Displays - wahrscheinlich Oleds – und ein Prozessor, der sogar schneller sein soll als der M1, der für die Macbooks aus dem Jahr 2020 zum Einsatz kam. Die Brille soll mit 15 Kameras ausgestattet sein, von denen allein acht die Augmented-Reality-Einblendungen steuern sollen. Erste Kunden sind wohl Gamer und Entwickler. Wie die „Apple Glasses“ oder die „Apple View“ endgültig aussehen werden, ist derzeit noch völlig unbekannt, auch wenn sich Designer wie etwa Antonio de Rosa schon ganz konkrete Gedanken dazu gemacht haben

Mojo Lense ist eine smarte Kontaktlinse, die den Träger mit AR-Informationen versorgen soll, und damit der Gegenentwurf zur Datenbrille. Ob sie der Mensch verträgt, soll nun eine Studie klären.
Vergrößern Mojo Lense ist eine smarte Kontaktlinse, die den Träger mit AR-Informationen versorgen soll, und damit der Gegenentwurf zur Datenbrille. Ob sie der Mensch verträgt, soll nun eine Studie klären.
© Mojo

Mojo Lens: Ungleich kleiner geht es bei Mojo Vision zu. Das Unternehmen setzt mit Mojo Lens auf eine smarte Kontaktlinse, in die ein Micro-LED-Display und ein Projektor in Sandkorngröße platziert sind, um AR-Infos direkt ins Sichtfeld des Anwenders zu projizieren. Damit das klappt, sind weitere Bauteile nötig – etwa Steuer- und Funk-Einheiten, Bild- und Bewegungssensoren sowie ein Akku. Sitzt die Linse auf dem Auge, schränkt sie zwar das Sichtfeld zum Teil ein, soll aber die Abschattung in vertretbaren Grenzen halten. Außerdem überwiegt laut Unternehmen der Vorteil, dass die Hände frei bleiben. Deshalb lässt sich die Kontaktlinse bei allen Aktivitäten tragen, bei denen Zusatzinfos von Nutzen sind – etwa beim Joggen für die beste Route. Derzeit läuft bereits eine Verträglichkeitsstudie. Davon hängt wohl auch ab, wann es tatsächlich konkret wird.

Siehe auch:

Mark Zuckerberg: „Facebook wird schon sehr bald eine Metaverse-Company“

Sony: PSVR 2 geht angeblich bald in die Produktion

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