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Vier neue Gaming-PCs bei Aldi von 1.199 bis 2.399 Euro - lohnt der Kauf?

17.06.2022 | 12:06 Uhr | Sebastian Schenzinger

Discounter Aldi bietet seit 13. Juni vier Gaming-PCs für 1.199, 1.299, 1.799 und 2.399 Euro an. In allen vier Modellen werkelt eine Nvidia GeForce RTX 3000 Grafikkarte. Wir prüfen, ob die Rechner ihr Geld wert sind.

Bereits Anfang Juni hatte Aldi drei Gaming-PCs der Marke Medion Erazer im Angebot. Seit dem 13. Juni gibt es im Onlineshop vier weitere Gaming-PCs zu kaufen. Los geht es mit dem Core-Gaming System Engineer P10 für 1.199 Euro und dem Core-Gaming Engineer P10 für 1.299 Euro . In der oberen Mittelklasse rangiert der Engineer X20 für 1.799 Euro , High-End-Hardware soll es dann im System Hunter X25 für 2.399 Euro geben.  In allen vier Gaming-PCs werkelt eine Nvidia GeForce RTX 3000 Grafikkarte. Wir verraten, ob die Angebote ihr Geld wert sind.

Core-Gaming System Engineer P10 für 1.199 Euro

Core-Gaming Engineer P10 für 1.299 Euro

Engineer X20 für 1.799 Euro (nur noch wenige verfügbar)

System Hunter X25 für 2.399 Euro (nur noch weniger verfügbar)

Medion Core-Gaming System-Engineer P10 für 1.199 Euro

  • CPU: Intel Core i5-11400 (2,6 bis 4,4 GHz, 6 Kerne / 12 Threads, 15 MB Intel Smart Cache)

  • GPU: Nvidia GeForce RTX 3060 Ti LHR mit 8 GB GDDR6 Videospeicher

  • SSD: 1 TB PCIe-SSD

  • HDD: 2 TB HDD

  • RAM: 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher (bis zu 2933 MHz)

  • Gehäuse: In Win 301 mit Glasfenster

  • Mainboard: unbekannt

  • CPU-Kühler: unbekannt

  • Netzteil: unbekannt

  • Betriebssystem: Microsoft Windows 11 Home

  • Garantie: 3 Jahre

  • Preis: 1.199 Euro

Einschätzung:  Der System-Engineer P10 eignet sich dank der RTX 3060 Ti (zum Testbericht) für Gaming in QHD mit hohen Grafik-Settings. Die bekannten Komponenten sind durchaus sinnvoll gewählt, leider gibt es jedoch keine Informationen zum Mainboard, dem CPU-Kühler und dem Netzteil. Wir haben den PC soweit möglich nachkonfiguriert und kommen auf einen Einzelkomponentenpreis inklusive Betriebssystem von rund 1.250 Euro. Der von Aldi ausgerufene Preis von 1.199 Euro ist dementsprechend mehr als fair, zumal es obendrein eine dreijährige Garantie gibt. Wenn Sie die maximale Performance für Ihr Geld wollen und nicht vor dem Selbstbau zurückscheuen, können Sie sich von unserer Konfiguration für 1180 Euro inspirieren lassen.

Aldi: Core-Gaming System Engineer P10 für 1.199 Euro

Medion Core-Gaming Engineer P10 für 1.299 Euro

  • CPU: Intel Core i7-11700 (2,5 bis 4,9 GHz, 8 Kerne / 16 Threads, 16 MB Intel Smart Cache)

  • GPU: Nvidia GeForce RTX 3060 Ti LHR mit 8 GB GDDR6 Videospeicher

  • SSD: 1 TB PCIe-SSD

  • RAM: 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher (bis zu 2933 MHz)

  • Gehäuse: In Win 301 mit Glasfenster

  • Mainboard: unbekannt

  • CPU-Kühler: unbekannt

  • Netzteil: unbekannt

  • Betriebssystem: Microsoft Windows 11 Home

  • Garantie: 3 Jahre

  • Preis: 1.299 Euro

Einschätzung: Der Engineer P10 unterscheidet sich vom System-Engineer P10 nur bei zwei Komponenten: der CPU und der fehlenden HDD. Das heißt, dass auch hier das Mainboard, der CPU-Kühler und das Netzteil unbekannt sind. Der Einzelkomponentenpreis des PCs liegt bei rund 1.380 Euro, wohingegen Aldi für das System nur 1.299 Euro verlangt. Den Griff zum i7-11700 halten wir jedoch nicht für sinnvoll. So gehört die Rocket Lake CPU mittlerweile zum alten Eisen und für 340 Euro sind definitiv bessere Prozessoren wie der Core i5-12600K oder der Ryzen 7 5800X erhältlich. Wenn es ein Fertig-PC sein soll, raten wir eher zu dem 100 Euro günstigeren System-Engineer P10 mit i5. Alternativ können Sie sich einen Gaming-PC selbst zusammenbauen , um die beste Preis-Leistung zu erhalten und das System an Ihre Wünsche anpassen zu können. 

Aldi: Core-Gaming Engineer P10 für 1.299 Euro

Medion Engineer X20 für 1.799 Euro

  • CPU: Intel Core i7-12700K (3,6 bis 5,0 GHz, 12 Kerne / 20 Threads, 25 MB Intel Smart Cache)

  • GPU: Nvidia GeForce RTX 3070 LHR mit 8 GB GDDR6 Videospeicher

  • SSD: 1 TB PCIe-SSD

  • HDD: 1 TB HDD

  • RAM: 32 GB Kingston HyperX Fury RGB DDR4-Arbeitsspeicher (bis zu 3200 MHZ)

  • Gehäuse: In Win 301 mit Glasfenster

  • Mainboard: Gigabyte Z690M Aorus Elite AX

  • CPU-Kühler: Cooler Master MasterLiquid ML120L

  • Netzteil: unbekannt

  • Betriebssystem: Microsoft Windows 11 Home

  • Garantie: 3 Jahre

  • Preis: 1.799 Euro

Einschätzung:  Die Konfiguration des Medion Engineer X20 kann sich in puncto CPU und GPU durchaus sehen lassen, so bietet die RTX 3070 (zum Testbericht) rund 15 Prozent Mehrleistung gegenüber der RTX 3060 Ti. Beim Mainboard hätte es jedoch auch ein günstigeres Modell getan und die All-in-One-Wasserkühlung mit 120 mm Radiator halten wir für wenig sinnvoll. Der Radiator ist für den i7 unterdimensioniert und bereits ein guter Luftkühler hätte bessere Ergebnisse geliefert. Zudem gibt Aldi das Netzteil leider erneut nicht an. Mit unserer Nachkonfiguration landen wir bei einem Einzelkomponentenpreis von 1.790 Euro und damit nahezu exakt beim Verkaufspreis des Medion Engineer X20 von 1.799 Euro. Das Angebot ist dementsprechend fair, DIY-Bastler erhalten jedoch deutlich mehr Gaming-Performance mit unserer Konfiguration für rund 1.660 Euro , da wir in diesem Preissegment bereits auf eine RTX 3080 setzen. Ein alternativer Fertig-PC wäre der HP Omen 25L Desktop für 1.699 Euro bei ComputerUniverse , der statt dem i7 auf einen Ryzen 7 5800X setzt. 

Aldi: Engineer X20 für 1.799 Euro (nur noch wenige verfügbar)

Medion System Hunter X25 für 2.399 Euro

  • CPU: AMD Ryzen 9 5900X (3,7 bis 4,8 GHz, 12 Kerne / 24 Threads, 64 MB L3-Cache)

  • GPU: Nvidia GeForce RTX 3070 Ti mit 8 GB GDDR6X Videospeicher

  • SSD: 2 TB PCIe-SSD

  • RAM: 32 GB Kingston HyperX Fury RGB DDR4-Arbeitsspeicher (bis zu 3200 MHZ)

  • Gehäuse: In Win 103 mit Glasfenster

  • Mainboard: MSI MPG X570 Gaming Edge WIFI

  • CPU-Kühler: Alphacool Eisbaer 240 mit zwei In Win Saturn aRGB 120mm Lüfter

  • Netzteil: Seasonic Focus GX-750

  • Betriebssystem: Microsoft Windows 11 Home

  • Garantie: 3 Jahre

  • Preis: 2.399 Euro

Einschätzung:  Warum Aldi bei dem 600 Euro teureren System Hunter X20 plötzlich auf den beim Gaming etwas langsameren Ryzen 9 5900X und nicht länger auf den Core i7-12700K setzt, ist unverständlich. Lobenswert ist, dass nicht länger eine HDD, sondern eine 2 TB PCIe-SSD zum Einsatz kommt, die CPU von einer 240 mm AiO-Wasserkühlung im Zaum gehalten wird und Aldi auf ein 750-Watt-Markennetzteil von Seasonic setzt. In dem Preissegment hätte jedoch statt der RTX 3070 Ti eine Grafikkarte der Größenordnung RX 6900 XT oder RTX 3080 12 GB verbaut sein müssen. So kommen wir bei dem PC auch nur auf einen Einzelkomponentenpreis von rund 2040 Euro , während Aldi für den System Hunter X25 2.399 Euro verlangt. Damit ist der teuerste PC aus unserer Sicht das schlechteste Angebot. Für PC-Bauer verweisen wir an dieser Stelle auf unsere Konfiguration für knapp 2.240 Euro . Wenn Sie auf der Suche nach einem Fertig-PC sind, können Sie alternativ zum HP Omen 30L Desktop für 2.499 Euro bei x-kom greifen. Dieser kostet zwar 100 Euro mehr, dafür ist in dem PC aber immerhin auch eine RTX 3080 verbaut. 

Aldi: System Hunter X25 für 2.399 Euro (nur noch weniger verfügbar)

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