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Videos über das Internet holen

23.09.2005 | 19:02 Uhr |

Videos über das Internet holen

Media-Receiver können aber nicht nur Medien von einem Rechner abrufen, der zu Hause steht. Über eine Verbindung ins Internet, etwa mittels DSL, nehmen sie Kontakt mit anderen Servern auf. Die Hersteller der Media-Receiver tüfteln daher auch verstärkt an weiteren Einsatzmöglichkeiten neben dem Computer. Sie wollen die Attraktivität ihrer Produkte durch das Einbinden von Premium- Content, also kommerziellen Videound Musikangeboten, steigern. Philips macht es bei seinen Streamium-Produkten vor: Sie holen sich Kino-Trailer oder Radiosendungen aus dem Internet und spielen sie auf der AV-Anlage ab. Doch das ist erst der Anfang. T-Online, Arcor, Tiscali oder One 4 Movie haben Online-Videotheken eingerichtet. Der Interessent kann dort einen Film oder eine TV-Sendung ordern und lädt sie dann über das Internet herunter. Die DVDVideothek um die Ecke ersetzen solche Angebote allerdings noch nicht. Denn die Bildund Tonqualität kann nicht mit der einer DVD mithalten. Zudem benötigt der Nutzer einen schnellen Internet-Zugang mit mindestens 768 KBit/s. Nicht alleine Kinderkrankheiten machen Online-Videotheken zu schaffen. Marktexperten erwarten, dass im kommenden Jahr der Video- und Kino-Industrie in Deutschland etwa 13 Prozent des Umsatzes, das entspricht fast 380 Millionen Euro, durch illegale Video-Downloads verloren gehen, und das trotz digitaler Wasserzeichen, mit denen Musik- und Filmproduzenten ihre Produkte schützen. Offenbar sind illegale Tauschbörsen und Peerto- Peer-Netze nicht totzukriegen. Auch das ist ein Trend, der die digitale Welt im Wohnzimmer in diesem Jahr prägen wird: der Hang zur „kostenlosen“ Mediennutzung.

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