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Video: Elon Musk fährt ID.3 - und VW Käfer im Hintergrund

08.09.2020 | 08:40 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Ein Video zeigt, wie Elon Musk zusammen mit VW-Chef Herbert Diess im ID.3 einige Runden auf dem Gelände des Flughafens Braunschweig dreht. Im Hintergrund steht ein VW Käfer.

Update 8.9.: Mittlerweile dokumentiert ein knapp über eine Minute langes Video, d as VW-Chef Diess auf seinem Linkedin-Kanal veröffentlicht hat, die Probefahrt von Elon Musk in einem VW ID.3. Auf dem Beifahrersitz hatte VW-Chef Herbert Diess Platz genommen. Diess beantwortete während der Fahrt die Fragen von Musk. Als der Tesla-Boss fragt, ob der ID.3 auch einen Spurhalteassistenten besitzen würde, antwortet Diess: „Wir haben die typischen deutschen State-of-The-Art Spurhalte- und Notfall-Assistenzsysteme".

Die Fahrt endet in einer Flughalle, die von VW genutzt wird. Als Musk und Diess aus dem ID.3 aussteigen, sieht man im Hintergrund der Halle einen gelben VW Käfer stehen. Augenscheinlich ein 70er-Jahre-Modell mit 44 oder 50 PS. Update Ende

Zuvor hatte sich unsere Vermutung bestätigt. Musk traf bei seinem Zwischenstopp in Braunschweig VW-Chef Herbert Diess. Das schreibt das Handelsblatt. Diess soll sogar den ID.3 und den kommenden ID.4 zu dem Treffen mitgebracht haben, damit Musk diese Probe fahren konnte.

Elon Musk hatte zuvor die Baustelle seiner Gigafactory 4 in Grünheide in Brandenburg besucht. Das berichtet der Tagesspiegel. Am Donnerstagnachmittag war es nach langem Warten so weit. Mit „Hey Guys“ und „Deutschland rocks“ begrüßte Musk die wartenden Journalisten und lobte besonders den raschen Baufortschritt. Hier auf Twitter sehen Sie ein Video des Besuchs. Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) bedankte sich auf Twitter noch einmal für die Wahl von Grünheide für den Bau der Tesla-Fabrik.

Davor traf sich Elon Musk laut einem Bericht von Spiegel Online ab 14 Uhr in Berlin mit den Spitzen der Bundestagsfraktion von CDU/CSU. Dabei sprach er auch mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Der Spiegel will erfahren haben, dass Musk auf eine Förderung durch das europäische Batterieförderprogramm hofft. Auf Deutsch: Er will Geld von der EU beziehungsweise von der Bundesrepublik Deutschland. Dafür wäre es aber Voraussetzung, dass Tesla am Standort in Grünheide auch tatsächlich Forschung betreibe. Für die andere Option, nämlich den Erhalt von Investitionskostenhilfe, müsste Tesla wiederum in der EU Innovationen schaffen. Denkbar wäre das zum Beispiel bei neuen Techniken zum Akku-Recycling.

Einige Stunden zuvor hatte Elon Musk das deutsche Unternehmen Curevac besucht. Curevac entwickelt einen Impfstoff gegen das Sars-CoV-2-Virus. Die dafür nötigen RNA-Drucker lässt Curevac beim deutschen Anlagenbauer Grohmann fertigen, wie Spiegel Online berichtet. Tesla hatte Grohmann bereits 2017 gekauft, seitdem fertigt Grohmann vor allem Anlagen für den Bau von Teslas Elektroautos.  

Elon Musk hat zuvor schon auf Twitter bestätigt , dass er in dieser Woche nach Deutschland fliegt. Aus zwei Gründen. Tesla soll für CureVac RNA-Drucker (Ribonukleinsäure) bauen . CureVac ist ein deutsches Unternehmen, das an einem Impfstoff gegen das SARS-CoV-2-Virus forscht. Mit einem derartigen RNA-Drucker sollen sich Impfstoffe und Medikamente schnell und in großer Menge herstellen lassen. So ein RNA-Drucker ist also eine Art Mini-Fabrik für Impfstoffe.

Außerdem will Elon Musk die in Grünheide in Brandenburg entstehende Tesla-Gigafactory 4 besuchen. Tesla zieht diese Fabrik, in der zunächst vor allem das Model Y gebaut werden soll und später vielleicht auch Batteriezellen gefertigt werden, in für deutsche Verhältnisse atemberaubender Geschwindigkeit hoch. Musk hatte auf Twitter ausdrücklich den schnellen Baufortschritt in Grünheide gelobt: Elon Musk twittert auf Deutsch: Dankeschön Brandenburg & Grünheide.

Bereits vor einiger Zeit war davon die Rede, dass Elon Musk zum Spatenstich nach Grünheide kommen würde. Diese Gerüchte stellten sich aber als falsch heraus. Musks jetziger Besuch wäre der erste Besuch in Grünheide.

Musk fliegt aber nicht direkt von den USA nach Deutschland, sondern legt einen Zwischenstopp in Großbritannien ein. Das meldet ein Twitterkanal, der dem Privatjet von Elon Musk folgt.

CureVac schrieb zu Beginn der Coronakrise Schlagzeilen, weil offensichtlich US-Präsident Donald Trump für die USA exklusiv Zugriff auf den von CureVac entwickelten Corona-Impfstoff haben wollte. Dieser Zugriff scheiterte offenbar am Veto von SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp, dessen Firma dievini Hopp BioTech Holding 80 Prozent an Curevac hält.

Tesla liefert laut US-Medienberichten aktuell ein Software-Update an seine Fahrzeuge aus, das es dem Autopiloten ermöglicht, Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Verkehrsschildern zu erkennen. Das erkannte Tempolimit wird dem Fahrer angezeigt und es wird eine entsprechende Warnung ausgegeben, das Fahrzeug bremst aber anscheinend nicht automatisch ab. Zudem geben die Teslas nun einen akustischen Hinweis aus, wenn eine Ampel grün zeigt.

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