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Verschärfte Bilder

23.09.2005 | 19:02 Uhr |

Verschärfte Bilder

Das Fernsehen wird nicht nur kleiner und mobiler. Im Wohnzimmer legt es in Bezug auf Bildgröße und Qualität sogar zu. Gestochen scharfe Bilder im XXL-Format bringt die Zukunft mit HDTV (High Definition Television). Damit bleibt bei der Fußballübertragung kein Grashalm verborgen. Vermutlich entgeht uns schon bei der Weltmeisterschaft 2006 kein noch so kleines Detail mehr. Alle modernen Plasmas, LCDs und Projektoren bekämen endlich das Futter, für das sie entwickelt wurden. HDTV bringt in erster Linie mehr Auflösung im breiten 16:9-Format. Unser PAL-System überträgt seit Jahrzehnten 720 x 576 Bildpunkte. Das entspricht bei einer Digitalkamera rund 0,4 Megapixel. HDTV sieht 1920 x 1080 Punkte oder zwei Megapixel vor.

Die HDTV-Technik

Die Bezeichnung HDTV allein sagt noch nicht viel über das zu erwartende Bild aus. Hinter dem Akronym verbergen sich mehrere technische Standards, die alle ein breites Bild im 16:9-Format mit sich bringen. Unterschiede finden sich in der Auflösung und Darstellung. Eines der wichtigsten Verfahren lautet 720p und bezeichnet ein Signal mit 720 Bildzeilen in progressiver Darstellung. Das bedeutet, die Zeilen werden nacheinander aufgebaut. Dadurch ergeben sie ein besonders ruhiges und flimmerfreies Bild. Noch mehr Zeilen stellt die ebenfalls populäre Variante 1080i dar. Bei ihr gibt es 1080 Zeilen, das Bild wird jedoch im Zeilensprungverfahren aufgebaut. Im ersten Halbbild erscheinen alle geraden Zeilen (2, 4, 6, ...), im zweiten alle ungeraden (1, 3, 5, ...). Schon das PAL-System nutzt diesen Trick, um die übertragene Datenmenge gering zu halten. Es kämpft mit denselben Problemen – etwa einem leichten Bildzittern. Der sichtbare Qualitätsgewinn fällt daher beim direkten Vergleich von 720p zu 1080i geringer aus als ei PAL mit seinen 576 Zeilen zu 720p.

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