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Verfahren gegen „Baby-Verkäufer“ auf Ebay eingestellt

22.12.2016 | 15:12 Uhr |

Die Staatsanwaltschaft Duisburg hat das Verfahren gegen einen Vater, der seine Tochter auf Ebay Kleinanzeigen verkaufen wollte, eingestellt.

Im Oktober sorgte ein junger Vater aus Duisburg im Internet für Aufsehen. Er hatte seine 40 Tage alte Tochter über ebay Kleinanzeigen für 5.000 Euro zum Verkauf angeboten . Ebay zeigte den Nutzer an, woraufhin die Staatsanwaltschaft Duisburg ein Ermittlungsverfahren einleitete.

Dieses Verfahren wurde nun eingestellt. Laut einer offiziellen Mitteilung sei es im Laufe der Ermittlungen nicht möglich gewesen, die Behauptung des Vaters, es habe sich um einen Scherz gehandelt, zu widerlegen. Der 28-Jährige habe seine Anzeige nach weniger als einer Stunde wieder gelöscht, aus Angst, sie könne ernst genommen werden. Eigenen Aussagen zufolge habe er sich von dem Fall eines Engländers inspirieren lassen, der zum Scherz seine Frau bei Ebay angeboten hatte. Laut der Staatsanwaltschaft könne dem Mann kein vorsätzlicher Menschenhandel nachgewiesen werden.

Die Baby-Anzeige bei ebay Kleinanzeigen schlug im Oktober hohe Wellen. Nach der Anzeige durch Ebay konnte die Polizei Duisburg die Eltern des zum Verkauf angebotenen Babys ermitteln und leitete eine Wohnungsdurchsuchung ein. Dabei wurden Beweismittel wie das Handy des Vaters sichergestellt. Das Baby wurde in die Obhut des Duisburger Jugendamtes übergeben und zeitweise in einer Pflegefamilie untergebracht.

Seinerzeit hieß es, die Mutter sei psychisch nicht in der Lage, sich um das Kind zu kümmern. Gegen den Vater wurde wegen Menschenhandels ermittelt. Laut der Staatsanwaltschaft habe man jedoch keine konkreten Anhaltspunkte gefunden, dass der Vater konkrete Verhandlungen mit Interessenten aufgenommen habe. Diese seien jedoch Voraussetzung für für eine Bestrafung wegen (versuchten) Kinderhandels gemäß § 236 Strafgesetzbuch.

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