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Verbraucherschützer warnen vor gefälschten Inkassoschreiben

27.02.2020 | 10:39 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Derzeit kursieren gefälschte Inkassoschreiben, die auf der Gewinnspielmasche reiten. So erkennen Sie die Fälschungen.

Die Verbraucherzentrale Bayern warnt vor gefälschten Inkassoschreiben. Demnach erhalten derzeit viele Verbraucher Inkassoschreiben der Portex Inkasso GmbH. Die Inkassoschreiben tragen den einschüchternd wirkenden Betreff „Letzte Außergerichtliche Mahnung“.

Der Brief erweckt laut den Verbraucherschützern den Anschein, dass telefonisch ein Gewinnspielvertrag „TOP100 Gewinnspiele / EUROJACKPOT-49“ abgeschlossen und der Betrag nie beglichen wurde. Das angebliche Inkassounternehmen droht dem Empfänger Folgekosten und Unannehmlichkeiten an, falls dieser nicht umgehend die Forderung einschließlich der Inkassokosten bezahle. Die Verbraucherzentrale Bayern geht hier von einem Abzockversuch aus.

Das Inkassounternehmen gibt den Verbraucherschützern zufolge fälschlicherweise vor, Mitglied im Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. zu sein und verwendet deren Logo rechtswidrig. „Betrüger geben sich immer wieder als mutmaßliche Inkassounternehmer oder Rechtsanwälte aus und versuchen so den Verbraucher zu einer Zahlung zu bewegen, obwohl keine Forderung besteht“, warnt Tatjana Halm von der Verbraucherzentrale Bayern.

Die Juristin empfiehlt Betroffenen, sich nicht zu übereilten Zahlungen hinreißen zu lassen und jedes Inkassoschreiben sorgfältig zu prüfen. Bei unklaren Inkassoschreiben ist es sinnvoll, sich auch über den Absender zu informieren.

Wer Fragen hat, kann sich an die Verbraucherzentrale Bayern wenden. Die Beratungsstellen vor Ort sind zu finden unter www.verbraucherzentrale-bayern.de . Auf der Homepage gibt es einen kostenlosen Inkasso-Check unter www.verbraucherzentrale-bayern.de/inkasso-check , um Forderungen zu überprüfen.

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