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Verantwortung liegt bei den Eltern

04.06.2003 | 14:08 Uhr |

Hinter den Bemühungen, die Verordnung zu kippen, steckte vor allem die Interactive Digital Software Association (IDSA) . Bei der IDSA handelt es sich nach eigenem Kundtun um die Vereinigung der "gesamten 10 Milliarden US-Dollar schweren" Interactive Entertainment Software-Industrie.

Für die IDSA liegt die Verantwortung, ob Minderjährige Gewaltspiele konsumieren, bei jemand anderem, nämlich bei den Eltern. Dazu führt die Industrie-Vereinigung Zahlen der U.S. Federal Trade Commission ins Feld, nach denen die Eltern beim Kauf von Programmen in 83 Prozent aller Fälle ihre Hände im Spiel haben.

Lowenstein, Präsident der IDSA, folgert daraus, dass, wenn ein Kind ein Spiel mit Altersbeschränkung hat, es dieses sehr wahrscheinlich von seinen Eltern bekommen hat. Es sei daher sinnvoll, sich vor allem auf Aufklärungskampagnen bei den Eltern zu konzentrieren und das Bewusstsein für die Alterseinstufungen von Programmen durch die Industrie, das Entertainment Software Rating Board (ESRB), zu steigern.

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