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Vandalen zerstören Sendemasten in den Niederlanden

14.04.2020 | 10:39 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die Zahl der Anschläge auf Mobilfunkmasten steigt immer weiter. Es entstehen vorübergehend Funklöcher.

Die Anschlagswelle gegen Mobilfunksendemasten hat offensichtlich Festland-Europa erreicht. Die niederländische Zeitung De Telegraaf meldet, dass es in den Niederlanden mittlerweile fünf Anschläge gegen Mobilfunkmasten gegeben habe. Demnach handelte es sich um Brandstiftung an Antennen in Liessel, Beesd, Rotterdam und Nuenen sowie zuletzt in Groningen. Durch die Feuer wurden die Verkabelungen schwer beschädigt. Bei einem der Brandanschläge wurde der Text „Fuck 5G“ auf die Übertragungsbox geschrieben. Abgesehen von dem finanziellen Schaden führten die Anschläge zu einer Unterbrechung der Mobilfunkverbindung rund um die betroffenen Sendemasten. Damit war es dann nicht mehr möglich vom Handy aus den Notruf zu wählen.

Niederländische Aktivisten betonen laut dem Zeitungsbericht die möglichen Gefahren, die von der 5G-Mobilfunktechnik ausgehen würden. Vorangegangen waren bereits Demonstrationen gegen 5G. Anders als bei den Anschlägen in Großbritannien gibt es aber keine Hinweise dafür, dass die Brandstifter eine Verbindung zwischen 5G und der Verbreitung des Coronavirus herstellen.

In Großbritannien hatte es zuvor ebenfalls einige Anschläge auf Mobilfunkmasten gegeben. Dort scheint allerdings nicht nur die generelle Furcht vor Handystrahlung der Motivationsgrund zu sein, sondern auch die Befürchtung, dass 5G-Strahlung die Ausbreitung von Corona fördern würde.

In Deutschland gibt es laut Deutscher Telekom und Telefónica bisher keine Hinweis auf Anschläge gegen Sendemasten wegen der Angst vor 5G oder der Coronakrise. Wir hatten deswegen bei den deutschen Mobilfunkunternehmen nachgefragt: Telekom & Telefónica: Keine Anschläge auf 5G-Masten wegen Corona.

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