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VW verzichtet auf Verbrenner-Fahrzeuge im Rennsport

26.11.2019 | 14:38 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Volkswagen zieht sich aus dem Rennsport zurück – soweit es Rennwagen mit Verbrennungsmotoren angeht. Nur noch ID.R und Sportwagen auf MEB-Basis treten künftig auf den Rennstrecken an.

Volkswagen zieht sich aus dem Rennsport zurück – soweit es Rennwagen mit Verbrennungsmotoren angeht. Das teilte Volkswagen jetzt mit. VW will stattdessen seine „Motorsport-Strategie konsequent auf E-Mobilität ausrichten“.

Die Rolle als technologischer Vorreiter soll auch in Zukunft der Elektro-Sportwagen ID.R übernehmen, der bereits am Pikes Peak, auf dem Nürburgring, in Goodwood und am Berg Tianmen Rekorde eingefahren hat. Zusätzlich will Volkswagen Rennwagen auf Basis des Modularen E-Antriebs-Baukastens (MEB) entwickeln. Der MEB ist zugleich die Antriebsbasis für die VW ID.-Familie, auf der alle neuen Elektro-Serienfahrzeuge von Volkswagen basieren. Deren erster marktreifer Vertreter ist der ID.3, in dem wir bereits auf der IAA 2019 Probe sitzen konnten. Der ID. Space Vizzion als E-Nachfolger des Passat Variant mit Apfelsaft-Resten ist ein weiterer Vertreter dieser ID.-Familie.

„Volkswagen Motorsport hat mit dem ID.R Neuland betreten und mit seinen Rekorden das enorme Potenzial des Elektroantriebs weltweit gezeigt…Volkswagen bekennt sich auch im Motorsport konsequent zur E-Mobilität und verabschiedet sich werksseitig vom Verbrennungsmotor“, sagt Dr. Frank Welsch, Mitglied des Vorstands der Marke Volkswagen Pkw, Geschäftsbereich Technische Entwicklung. Und weiter: „Neben dem ID.R als Technologie-Vorreiter wird der MEB künftig die zweite seriennahe Säule im Motorsport-Programm von Volkswagen sein.“ Sven Smeets, Direktor von Volkswagen Motorsport, ergänz: „Der Motorsport kann als Vorreiter wichtige Impulse geben: Zum einen dient er als rollendes Labor für die Entwicklung künftiger Serienautos, zum anderen als überzeugender Kommunikationskanal, um Menschen noch stärker für die Elektromobilität zu begeistern.“

Zukünftig will VW auch das Kundensport-Programm von Volkswagen Motorsport elektrifizieren: Im ersten Schritt sollen unterschiedliche Disziplinen, Plattformen und Fahrzeugtypen untersucht und evaluiert werden. Parallel dazu laufe die Produktion des Golf GTI TCR für die Rennstrecke Ende 2019 aus, ein Nachfolger auf Basis der neuen Generation wird nicht angeboten. Kundenservice und Ersatzteilversorgung werden aber dennoch langfristig sichergestellt.

Der Polo GTI R5 soll fester Bestandteil im Kundensport-Angebot von Volkswagen Motorsport bleiben und weiter für Kundenteams produziert werden. Vom Standort Hannover aus will VW Kundenbetreuung, Ersatzteilversorgung sowie die Konkurrenzfähigkeit des Polo sichergestellen. Auf werksseitige Wettbewerbseinsätze mit dem Polo GTI R5 werde VW aber verzichten.

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