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VW und SAP boykottieren Facebook: Werbestopp

01.07.2020 | 11:18 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

VW und SAP stoppen ihre Werbung auf Facebook. Wegen der vielen Falschmeldungen und Hassbotschaften in dem (un)-sozialen Netzwerk.

Volkswagen und SAP beteiligen sich am Werbeboykott gegen Facebook. Das Handelsblatt berichtet, dass VW zunächst für den Monat Juli 2020 seine Aktivitäten auf Facebook einstellen wolle. Das Handelsblatt zitiert einen VW-Sprecher folgendermaßen: „Der Volkswagen-Konzern steht für ein offenes und gleichberechtigtes Miteinander. Ein Umfeld von Falschmeldungen oder Hassbotschaften ist daher für uns nicht akzeptabel. Daher setzen der Konzern und seine Marken zentral geschaltete Anzeigen auf Facebook aus“.

Volkswagen hat allen Grund, bei Werbung auf Facebook-Plattformen besonders vorsichtig zu sein. Denn im Mai 2020 sorgte VW mit einem rassistischen Instagram-Werbeclip (Instagram gehört Facebook) für Empörung.

Der deutsche Softwarekonzern SAP stoppt laut dem Handelsblatt ebenfalls alle Werbeanzeigen auf Facebook und Instagram bis Facebook „ein deutliches Signal gegen die Verbreitung von Hasskommentaren und Rassismus auf seinen Plattformen sendet“, wie das Handelsblatt SAP zitiert.

In den letzten Tagen haben zahlreiche internationale Konzerne erklärt, dass sie keine Werbung mehr auf Facebook schalten wollen. Beispielsweise Unilever, Coca Cola, aber auch Henkel. Der Grund für den Werbeboykott: Facebook tue nichts gegen die vielen Hasskommentare und Fake News auf seinen Plattformen. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte zuvor noch verkündet, dass Facebook nicht gegen falsche Behauptungen von US-Präsident Donald Trump vorgehen wolle. Doch angesichts der massiven Einnahmeverluste aufgrund des Werbeboykotts ändert Zuckerberg offensichtlich seine Meinung: Facebook wolle nun doch stärker gegen Hassnachrichten und Falschmeldungen einschreiten.

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