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VW muss wegen Navi-Karte Strafe an Vietnam zahlen

06.11.2019 | 15:45 Uhr | Denise Bergert

Autobauer Volkswagen soll durch eine Navigationskarte die „Souveränität des Staats Vietnam“ verletzt haben.

Die vietnamesische Regierung hat gegen den deutschen Autobauer Volkswagen eine Geldstrafe verhängt . Stein des Anstoßes ist eine im Navigationssystem eines VWs gespeicherte Karte. Diese gibt durch eine gestrichelte Grenzlinie umstrittene Gebiete im Südchinesischen Meer als zu China zugehörig aus. Diese Darstellung verletzt laut der vietnamesischen Regierung die „Souveränität des Staats Vietnam“. Aus diesem Grund fordert vietnamesische Zollbehörde in dieser Woche die Zahlung einer Geldstrafe von Volkswagen. Der Betrag liegt umgerechnet zwischen 772 und 1.544 Euro.

Das Auto, dessen Navigationskarte zum Zankapfel wurde, wurde aus China eingeführt und Ende Oktober auf einer Automesse in Ho Chi Minh City ausgestellt. Besucher wurden beim Probesitzen darauf aufmerksam, dass umstrittene Gebiete im Südchinesischen Meer, als chinesisches Territorium ausgewiesen wurden. Für die Einführung des Wagens aus China muss das Unternehmen World Auto Company als Strafe nun für sechs Monate den Betrieb einstellen. Die Volksrepublik China liegt seit Jahren im Streit mit Vietnam, Malaysia, Taiwan, Brunai und den Philippinen, weil sie das gesamt Südchinesische Meer für sich beansprucht.

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