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VW: E-Autos bekommen jetzt neue Funktionen per OTA-Updates

13.09.2021 | 15:39 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Ab sofort liefert VW Software-Updates per Mobilfunkverbindung an alle seine elektrischen ID-PKWs aus. Diese Funktionen sind nach dem Update neu im Auto.

Volkswagen liefert ab sofort an alle ID-Modelle regelmäßige Software-Aktualisierungen Over-the-Air. Den Anfang macht die „ID. Software 2.3“. Sie bietet laut VW neue Funktionen und optimiert bestehende.

Diese Verbesserungen bringt das Software-Update

Einige der neuen Funktionen betreffen laut VW das ID. Light, also das Lichtband unter der Windschutzscheibe, das wir hier vorstellen. Es soll dem Fahrer jetzt Hinweise liefern, die ihn beispielsweise beim energiesparenden Fahren und beim Fahren mit der automatischen Distanzregelung „Active Cruise Control“ (ACC) intuitiv unterstützen.

Verbessert wird laut VW auch die Bildverarbeitung der Multifunktionskamera, sie soll Motorräder und andere Verkehrsteilnehmer jetzt schneller erkennen. Das Gleiche gilt bei Dunkelheit: Hier regelt die dynamische Fernlichtregulierung – falls an Bord – das eigene Licht noch präziser.

Die Grafik des zentralen Infotainment-Displays wird VW zufolge ruhiger und klarer und die Bedienung intuitiver – Volkswagen bindet damit auch das Feedback der ersten ID. Kunden ein. Offensichtlich empfanden die Benutzer die Bedienung bisher als nicht so intuitiv. VW-Chef Herbert Diess hatte bei seiner Urlaubsfahrt mit einem ID.3 ebenfalls Kritik an der Bedienung geübt.

So geht es weiter

VW will seine Kunden künftig etwa alle zwölf Wochen mit kostenloser Software versorgen, um die Fahrzeuge stets auf dem neuesten Stand zu halten. Bisher standen die Updates in der Testphase nur Kunden zur Verfügung, die im sogenannten „ID. First Movers Club“ registriert sind.

Zusatzeinnahmen für VW

VW wiederum will sich damit ein neues Geschäftsfeld eröffnen: Kunden sollen nachträglich kostenpflichtig neue Funktionen und Dienste in ihren bereits erworbenen Fahrzeugen freischalten können. Und zwar genau dann, wenn man sie benötigt. Perspektivisch könnten das etwa für Langstrecken der Travel Assist oder bessere Batterie-Performance und zu einem späteren Zeitpunkt auch das hochautomatisierte Fahren sein. Mit diesen digitalen Zusatzdiensten will Volkswagen in den nächsten Jahren zusätzliche dreistellige Millionenumsätze erlösen. BMW und Audi machen das schon länger so. Bei Vorreiter Tesla wiederum kann man schon länger Funktionen nachträglich freischalten.

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