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Urteil: Sky darf Programmpakete nicht willkürlich ändern

07.03.2019 | 12:54 Uhr | Denise Bergert

Laut dem Landgericht München darf Sky keine willkürlichen Änderungen an seinen Programmpaketen vornehmen.

Das Landgericht München hat in einem aktuellen Urteil der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) Recht gegeben . Der Pay-TV-Anbieter Sky darf sich in seinen Geschäftsbedingungen demnach nicht das Recht einräumen, das mit dem Nutzer vereinbarte Programmangebot willkürlich einzuschränken oder zu ändern. Mögliche Leistungsänderungen muss Sky künftig in seinen Vertragsbedingungen klar und fair regeln. Sky hatte sich vorbehalten, sein Programm beliebig ändern zu können, solange der „Gesamtcharakter“ der Programmpakete erhalten bleibt. Diese Klausel muss das Unternehmen nun aus seinen Abo-Bedingungen streichen.

Stein des Anstoßes war im vergangenen Jahr das Sky Sport Paket, das der Anbieter vor allem mit der Übertragung von Formel-1-Rennen beworben hatte. Die Übertragungsrechte hatte Sky jedoch 2018 abgestoßen. Kunden, die daraufhin ihr Sport-Abo kündigen wollten, ließ Sky nicht vorzeitig aus dem Vertrag. Die Erklärung: Der Gesamtcharakter des Sport Pakets bleibe erhalten, da Sky hier Sportveranstaltungen übertrage – auch ohne Formel-1-Rennen. Die Verbraucherzentrale Bundesverband hatte daraufhin gegen Sky geklagt und bekam in dieser Woche vom Landgericht München Recht.

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