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Urteil: Hotel-Fake-Bewertungen sind rechtswidrig

15.11.2019 | 16:29 Uhr | Denise Bergert

Laut einem aktuellen Urteil des Landgericht München sind Fake-Bewertungen für Hotels rechtswidrig.

Das Landgericht München hat in einem aktuellen Fall zugunsten des Urlaubsportals Holidaycheck entschieden . Holidaycheck hatte gegen die in Belize ansässige Firma Fivestar Marketing geklagt, weil sie falsche Hotelbewertungen verfasst, an Hotelbetreiber verkauft und auf Holidaycheck veröffentlicht hatte.

Laut dem Urteil des Landgericht München ist dieses Vorgehen rechtswidrig. Fivestar Marketing darf künftig nur noch Bewertungen von Nutzern verkaufen, die auch tatsächlich in den entsprechenden Hotels übernachtet haben. Fivestar muss außerdem alle Fake-Bewertungen von Holidaycheck löschen und das Portal darüber informieren, von wem die falschen Beiträge stammen. Das Gericht teilte seine Entscheidung in Form eines Versäumnisurteils mit, weil kein Vertreter von Fivestar zur Verhandlung erschienen war.

Die Dienstleistungen von Fivestar Marketing richten sich unter anderem an Hoteliers, die sich durch die Fake-Bewertungen bei Urlaubsportalen einen besseren Bewertungsdurchschnitt erschleichen wollen. Als Resultat sollen die Buchungen in diesen Hotels steigen – laut Fivestar um bis zu 30 Prozent. Fivestar selbst zeigt sich von dem Urteil wenig beeindruckt. Derzeit wirbt das Unternehmen auf seiner Website noch mit 25 Prozent Rabatt auf Holidaycheck-Bewertungen.

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