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Update: Fordern Dialer-Betreiber Schadensersatz?

27.05.2002 | 10:53 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Der Einsatz von Antivir zur Suche nach Dialern scheint ausgesprochen erfolgreich gewesen zu sein. So berichtet Dialerschutz.de dass die drei gegen H+BEDV juristisch vorgehenden Dialer-Betreiber Consiliere New Media, Starweb-Service GmbH und Erodata GmbH einen 20-prozentigen Umsatzeinbruch zu verzeichnen hatten,"welcher mit Sicherheit mit diesem Fall zusammenhängt".

Tobias Huch, Geschäftsführer der Erodata GmbH, bestätigte der PC-WELT, dass Erodata rechtliche Schritte gegen H+BEDV prüfe. Man wolle in den nächsten Tage noch mal mit H+BEDV sprechen. Huch schätzte den Schaden, der Erodata durch die Dialererkennung von Antivir entstanden sei, auf 35 bis 40.000 Euro für die Zeit von Anfang Mai bis etwa zum 24. Mai. Für die gesamte Dialerbranche vermutet Huch sogar einen Schaden von bis zu vier Millionen Euro. Der Vertrauensverlust und die Verunsicherung, die Antivir durch seine Virenwarnung für Dialer ausgelöst habe, würden noch mindestens vier Wochen anhalten.

Genauso wie sein Kollegen von Consiliere New Media fordert auch der Geschäftsführer von Erodata, dass Antivir eindeutig zwischen einer Virenwarnung und einem Hinweis auf einen Dialer unterscheidet. Er sei damit einverstanden, dass Antivir auf einen Dialer hinweist, wenn das Programm einen solchen entdeckt. Doch müsse der Dialer eindeutig als Einwahlsoftware mit den dazugehörigen Konditionen gekennzeichnet werden.

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