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Upcycle Windows: Windows 7 soll Freie Software werden

27.01.2020 | 14:22 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Microsoft soll Windows 7 als "Freie Software" zur Verfügung stellen. Das fordert eine Online-Petition. Hier können Sie unterzeichnen.

Eine Online-Petition der Free Software Foundation (FST) unter dem Titel "Upcycle Windows 7" fordert von Microsoft, dass Windows 7 "Freie Software" ( die zwar ähnlich, aber nicht identisch mit Open Source ist ) werden soll. Die Free Software Foundation schreibt sinngemäß, dass Microsoft mit dem „Upcycling” von Windows 7 die perfekte Gelegenheit bekäme, die Fehler der Vergangenheit wieder gutzumachen, nachdem Microsoft mit Windows 7 zehn Jahre lang "die Erziehung vergiftet" hätte, in die Privatsphäre eingedrungen wäre und die Sicherheit der Nutzer bedroht hätte. Doch nachdem Windows 7 am 14. Januar 2020 das Support-Ende erreicht habe, könne Microsoft den Code von Windows 7 freigeben und Windows 7 zu einer freien Software machen. Die Gemeinschaft solle Windows 7 dann studieren und verbessern.

Als Upcycling bezeichnet man die Umwandlung oder Andersnutzung von alten, nutzlosen oder unerwünschten Produkten zu neuen, anderen Produkten von besserer Qualität und Nutzen für die Umwelt.

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Microsoft hat in Einzelfällen schon mal eigene Software zu freier Software oder Open Source macht. So veröffentlichte Microsoft die Taschenrechner-App für Windows 10 als Open Source. Den Quellcode von DOS und Word hat Microsoft ebenfalls freigegeben. Im Fall von Windows 7 erscheint die Freigabe des Quellcodes jedoch zweifelhaft, denn Microsoft will mit dem Verkauf der Extended Security Updates (ESU) Geld verdienen.

Sie können die Petition hier unterzeichnen. Bei Redaktionsschluss hatten 6398 Personen die Online-Petition unterzeichnet.

Die Free Software Foundation (FST) hatte übrigens im Jahr 2009 eine Online-Petition gegen Windows 7 gestartet.

Microsoft hat derweil überraschend doch noch einen Patch für Windows 7 angekündigt. Von dieser Ausnahme einmal abgesehen müssen sich aber alle Windows-7-Nutzer darüber im Klaren sein, dass Microsoft grundsätzlich keine Patches mehr für Windows 7 bereitstellen wird, ausgenommen für zahlende Kunden im Rahmen der Extended Security Updates (ESU). Diese Updates gibt es aber nur für zahlende Unternehmens-Kunden und die Kosten für diesen ESU-Support steigen von Jahr zu Jahr.

Überraschung: Doch noch einige Patches für Windows 7

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