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Uni trifft Sicherheitsvorkehrungen

28.05.2003 | 13:46 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Der US-Virenexperte Fred Cohen sieht die Uni-Pläne mit weniger Bedenken. Die Studenten könnten die Zusammenhänge besser verstehen, wenn sie zunächst einen Virus programmieren und anschließend gleich das passende Antiviren-Programm dazu verfassen. Dadurch würden die Studenten auch lernen, wie leicht so ein Virus zu programmieren ist und wie sich Bugs durch sie ausnutzen lassen können.

Allerdings müsse die Universität Sicherheitsvorkehrungen treffen, damit die Studenten-Viren nicht das Klassenzimmer verlassen könnten. Außerdem müsse die Programmierung der Viren mit Sorgfalt erfolgen. Das Programmieren von Viren sei keine leichte Sache und es könnten schnell Fehler gemacht werden. Die Universität hat bereits angekündigt, die Studenten nur im Rahmen eines abgesicherten Netzwerks arbeiten lassen zu wollen. Außerdem soll sichergestellt werden, dass keiner der Studenten seinen Virus einfach auf Diskette mit nach Hause nehmen könne. Die Klassenräume sollen rund um die Uhr überwacht werden.

Von den Programmierfehlern in Viren profitieren nicht zuletzt auch die Entwickler von Antiviren-Programmen. Sie können die Viren dadurch besser unschädlich machen. Laut David Perry sei dies auch ein Argument gegen ein solchen Kurs, da keine hohe Programmierkunst für Viren erforderlich sei und den Studenten dadurch nur wenig vermittelt werden könne.

"Die Leute die Viren in den Umlauf bringen sind keine guten Programmierer. Wenn Sie ein guter Programmierer sind, dann werden sie angeheuert, um Programme zu schreiben", so Perry.

Britische Uni bietet Hacker-Kurs für Informatik-Studenten (PC-WELT Online, 24.03.2003)

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