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Ukraine-Krieg: Microsoft stoppt Verkäufe in Russland

07.03.2022 | 09:28 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Auch Microsoft reagiert auf den anhaltenden Ukraine-Krieg und stoppt alle Verkäufe in Russland.

Auch Microsoft zeigt sich schockiert von dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und beteiligt sich an den Sanktionen gegen Russland. "Wir geben heute bekannt, dass wir alle neuen Verkäufe von Microsoft-Produkten und -Diensten in Russland aussetzen werden", erklärt Microsofts Brad Smith (Präsident und stellvertretender Vorsitzender) in einem Blog-Beitrag.

Wie der Rest der Welt sei auch Microsoft entsetzt, wütend und traurig über die Bilder und Nachrichten aus der Ukraine. Microsoft verurteile diese "ungerechtfertigte, unprovozierte und unrechtmäßige Invasion" durch Russland. Bereits Anfang letzter Woche hatte Microsoft auf die Ereignisse in der Ukraine mit einem Blog-Beitrag reagiert und unter anderem eine Erhöhung der Sicherheit vor Cyberattacken angekündigt. Zusätzlich gelte nun auch ein Verkaufsstopp für Microsoft-Produkte in Russland. Weiter erklärt Smith:

"Darüber hinaus stimmen wir uns eng mit den Regierungen der Vereinigten Staaten, der Europäischen Union und des Vereinigten Königreichs ab und arbeiten im Einklang mit den Sanktionsbeschlüssen der Regierungen in vielen Bereichen unserer Geschäftstätigkeit in Russland."

Microsoft hilft bei der Abwehr von russischen Cyberangriffen

Smith erklärt in dem Blog-Beitrag auch, dass Microsoft dabei mithelfe, den Schutz der Internetsicherheit in der Ukraine aufrechtzuerhalten. Dazu arbeite Microsoft eng mit den für die Cybersicherheit zuständigen Behörden in der Ukraine zusammen, um sie bei der Abwehr von russischen Angriffen zu unterstützen. Als Beispiel nennt Smith den jüngsten Cyberangriff auf einen großen ukrainischen Fernsehsender. Ergänzend erklärt Smith:

"Wir mobilisieren auch weiterhin unsere Ressourcen, um den Menschen in der Ukraine zu helfen. Unsere Teams für Microsoft Philanthropies und UN-Angelegenheiten arbeiten eng mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und mehreren UN-Organisationen zusammen, um Flüchtlingen zu helfen, indem sie wichtige Nichtregierungsorganisationen technologisch und finanziell unterstützen, und wir verteidigen diese Gruppen bei Bedarf vor laufenden Cyberangriffen."

Sicherheit der Mitarbeiter und Bevölkerung ein wichtiges Anliegen

Microsoft unterstützt auch alle seine Mitarbeiter, die sich vor Ort in der Ukraine befinden. Man stehe dazu im ständigen Kontakt mit ihnen und unterstütze sie auf allen möglichen Wegen. Auch die Mitarbeiter, die fliehen mussten oder müssen.

Zusätzlich habe Microsoft alle seine Ressourcen und Teams aktiviert, um allen Menschen in der Ukraine zu helfen. Dazu arbeite man eng mit dem Internationalen Roten Kreuz, diversen Organisationen der Vereinten Nationen und Nichtregierungsorganisationen zusammen. Microsoft stelle neben finanziellen Mitteln auch Technologien zur Verfügung, um die Gruppen vor Cyberangriffen zu schützen und die Logistik bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise zu unterstützen.

Der Blog-Beitrag von Smith schließt mit den Worten:

"Wie so viele andere stehen wir an der Seite der Ukraine und fordern die Wiederherstellung des Friedens, die Achtung der Souveränität der Ukraine und den Schutz ihrer Bevölkerung."

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