2645302

Ukraine-Krieg: Audi, BMW, Seat, Skoda & VW bekommen Probleme

02.03.2022 | 08:33 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Der russische Angriff auf die Ukraine bringt bei VW in Zwickau und Dresden die Elektro-Auto-Produktion zum Erliegen. Audi, BMW, Seat und Skoda sind ebenfalls vom Lieferausfall wichtiger Komponenten aus der Ukraine betroffen.

Update 2.3.2022: Auch BMW ist von den unten beschriebenen Lieferproblemenen mit Kabelbäumen aus der Ukraine betroffen. Deshalb müsse BMW in der nächsten Woche die Fertigung in seinem Werk im niederbayerischen Dingolfing komplett einstellen. Das berichtet der BR. BMW werde zudem die Fahrzeugfertigung im russischen Kaliningrad (wo BMW zusammen mit dem russischen Partner Avtotor Autos baut) und den Fahrzeug-Export nach Russland vorerst einstellen. Update Ende

Audi, Seat, Skoda und VW mit Problemen

Der von Putin befohlene russische Angriff auf die Ukraine hat jetzt auch Folgen auf die Volkswagen-Werke in Zwickau und Dresden. Dort stehen in dieser Woche die Bänder still. Denn in der Ukraine werden Kabelbäume beziehungsweise Elektro-Kabelsätze produziert, die in Zwickau und Dresden in VW-Fahrzeugen verbaut werden.

In Zwickau produziert Volkswagen nur noch Elektro-Autos wie den VW ID.3 und den ID.4 . Aber auch der Seat Cupra Born und der Audi Q4 e-tron werden in Zwickau zusammengebaut. Im VW-Werk Dresden wird ebenfalls der ID.3 gefertigt, zuvor lief dort der e-Golf vom Band. Mehr dazu lesen Sie hier: Heute stirbt der VW e-Golf – das erfolgreichste E-Auto von VW.

Die Produktionsunterbrechung soll voraussichtlich einige Tage dauern, wie der MDR meldet . Die Unterbrechung in Zwickau soll demnach von Dienstag bis Freitag und in Dresden soll der Ausfall von Mittwoch bis Freitag dauern. Die betroffenen Mitarbeiter schickt Volkswagen in Kurzarbeit.

Das zum VW-Konzern gehörende Skoda teilte ebenfalls mit, dass es die Produktion des Elektroautos Skoda Enyaq iV einschränken muss, weil Zulieferteile aus der Ukraine fehlen würden. Das berichtet der Spiegel.

Autozulieferer Leoni

Der Autozulieferer Leoni aus Nürnberg hat zwei Werke in Stryji und Kolomyja in der West-Ukraine mit zusammen 7000 Mitarbeitern. Diese sind wegen des russischen Angriffs bereits seit Donnerstag letzter Woche geschlossen . In den beiden ukrainischen Leoni-Werken werden Bordnetzsysteme für Autos hergestellt. VW ist Kunde von Leoni. Ob die in Dresden und Zwickau jetzt fehlenden Kabelbäume auch von Leoni geliefert werden, konnte der MDR aber nicht herausfinden.

Volkswagen betreibt zudem in der russischen Stadt Kaluga rund 190 Kilometer südwestlich von Moskau eine eigene Autofertigung.

PC-WELT Marktplatz

2645302