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Überhitzung der CPUs: Tesla ruft 130.000 Fahrzeuge zurück

11.05.2022 | 13:55 Uhr | René Resch

Aufgrund eines Problems, das die CPU des Infotainment-Systems überhitzen lässt, ruft Tesla viele Fahrzeuge zurück. Gelöst werden kann das Problem mit einem Over-the-Air-Update.

Tesla ruft etwa 130.000 seiner Fahrzeuge wegen eines CPU-Problems zurück. Dadurch kann beim Schnellladevorgang das Infotainment-Systems überhitzen, wie auch The Verge berichtet.

Kein physischer Fahrzeug-Rückruf

Die Überhitzung des CPUs kann zur dabei Folge haben, dass der Touchscreen des Systems nicht mehr funktioniert oder sogar ganz ausfällt. Einen physischen Rückruf wird es allerdings vorerst nicht geben, Tesla hat ab dem 3. Mai 2022 ein Over-the-Air-Update (OTA) ausgeliefert, das das Problem bei betroffenen Fahrzeugen beheben sollte. Betroffen sind Model 3 und Model Y aus dem Jahr 2022 sowie Model X und S aus den Jahren 2021 und 2022.

"Während des Schnellladevorgangs oder der Vorbereitung auf den Schnellladevorgang kühlt die Infotainment-Zentraleinheit (CPU) möglicherweise nicht ausreichend ab, um höhere Temperaturen als erwartet zu verhindern, was dazu führen kann, dass die CPU langsamer verarbeitet oder neu gestartet wird", heißt es in der Rückrufmitteilung der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA). "Eine verlangsamte Verarbeitung oder ein Neustart der Verarbeitung kann dazu führen, dass die Anzeige des mittleren Bildschirms verzögert oder leer erscheint."

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Problem kann mehrere Konsequenzen zur Folge haben

Der Rückruf erklärt nicht genau, was das Problem verursacht hat oder wie das Software-Update es beheben wird, aber es scheint etwas damit zu tun zu haben, wie das Fahrzeug die Batterie für die Nutzung des Superchargers vorbereitet.

Laut NHTSA könnte das Problem zur Folge haben, dass der Fahrer daran gehindert wird, die Rückfahrkamera zu benutzen, den Touchscreen zu nutzen oder die Geschwindigkeit der Scheibenwischer einzustellen.

Tesla hat im vergangenen Jahr mit der Auslieferung von Fahrzeugen begonnen, die mit AMD-Ryzen-basierten Chipsätzen ausgestattet sind, die das Infotainmentsystem antreiben. Doch Tesla gibt nicht an, ob der neue Prozessor Teil des Problems ist. Anfang dieses Jahres bemerkten einige Fahrer eine leichte Verringerung der Reichweite von Fahrzeugen mit Ryzen-CPUs im Vergleich zu älteren Teslas mit Intel-Atom-Prozessoren.

Vorangegangener Rückruf: Autos mussten in die Werkstatt

Tesla hat im Laufe der Jahre eine Reihe von Rückrufaktionen durchgeführt, darunter auch eine, die nicht mit einem OTA-Update behoben werden konnte. Im Dezember 2021 rief das Unternehmen fast eine halbe Million Model 3 und Model S wegen eines fehlerhaften Kofferraumverschlusses zurück.

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