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Überhitzung bei Wiederintritt in die Erdatmosphäre befürchtet

03.08.2005 | 13:16 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

NASA-Experten befürchten, dass die zirka 2,5 Zentimeter weit hervorstehenden Füllstreifen beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre eine Gefahr darstellen könnten. Sie könnten Turbulenzen verursachen und damit die Reibungshitze an der Unterseite der Raumfähre erhöhen. 2003 war die Raumfähre Columbia beim Landeanflug auf die Erde verglüht, weil der Hitzeschild am Space Shuttle beschädigt war.

Deshalb soll Robinson in dieser in der Geschichte des Space Shuttle erstmaligen Aktion die störenden Füllstreifen entfernen. Zunächst wird er versuchen, die Fetzen einfach mit seinen Händen – die in dicken Weltraumhandschuhen stecken – abzureißen. Falls das nicht gelingt, wird er versuchen, die störenden Teile mit einer selbst gebastelten Säge oder einer Schere abzuschneiden. Robinson muss dabei aufpassen, dass er weder die Hitzekacheln noch seinen Raumanzug beschädigt.

Sollte es dem Astronauten jedoch nicht gelingen, die Filzfetzen zu entfernen, dann hat die Besatzung und die NASA ein Riesenproblem. Zunächst wird die Besatzung wohl einen erneuten Reparaturversuch starten. Scheitert auch dieser, kann der fliegende Oldtimer möglicherweise nicht mehr zur Erde zurückkehren und die Besatzung der Discovery muss Asyl auf der Internationalen Raumstation ISS suchen. Die NASA müsste dann mit der Atlantis ein weiteres Space Shuttle ins Weltall schießen um die Astronauten von der ISS abzuholen.

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