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Über 1500 Passwörter für Ring-Video-Türklingeln im Dark Web entdeckt

20.12.2019 | 13:21 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Ein Sicherheitsforscher hat 1562 Passwörter samt den dazu gehörigen Mailadressen für die smarten Video-Türklingeln von Ring im Dark Web gefunden. Das ist bereits der zweite derartige Fund binnen weniger Tage. Update: Das sagt Ring.

Ein Sicherheitsforscher hat 1562 Passwörter samt den dazu gehörigen Mailadressen für die smarten Video-Türklingeln von Ring im Dark Web gefunden. Das berichten US-Medien wie Techcrunch.

Die Zugangsdaten für die Video-Türklingeln wurden laut dem Bericht am vergangenen Dienstag auf eine Sharing-Seite im Dark Web hochgeladen. Diese Seite soll für den Austausch von gestohlenen Passwörtern und gesetzwidrigen Materialien bekannt sein.

Mit diesen Zugangsdaten können Fremde die Kontrolle über die Video-Türklingeln übernehmen und den Videostream der Kameras anschauen sowie deren Position feststellen. Außerdem sind dann Informationen wie Adresse des Nutzers, dessen Telefonnummer und seine Zahlungsdaten zugänglich.

Der Sicherheitsforscher informierte Amazon von seinem Fund. Denn Ring ist ein Tochterunternehmen von Amazon. Bei Redaktionsschluss des US-Berichts sollen die Ring-Passwörter noch immer zugänglich gewesen sein.

Das ist bereits der zweite Fund mit Zugangsdaten für Ring-Geräte. Erst am gestrigen Donnerstag wurde ein ähnlicher Fund mit über 3600 Ring-Zugangsdaten bekannt.

Techcrunch überprüfte stichprobenartig einige der Passwörter – diese stellten sich als korrekt heraus. Wie und von wem die Ring-Zugangsdaten gesammelt wurden, ist derzeit unbekannt.

Ein US-Sprecher von Ring soll gegenüber Techcrunch angegeben haben, dass Ring betroffene Nutzer informiert und deren Passwörter zurückgesetzt habe. Techcrunch zufolge konnten das einige der stichprobenartig überprüften Ring-Nutzer aber nicht bestätigen. Gegenüber The Verge verneinte ein Ring-Sprecher, dass es bei Ring einen Datendiebstahl gegeben habe.

Ring-Nutzer sollten in jedem Fall ihre Passwörter ändern und die Zweifaktor-Authentifizierung aktivieren.

Update 13.20 Uhr: Stellungnahme von Ring

Ring hat uns folgende Stellungnahme geschickt: "Vor kurzem wurden wir auf Vorfälle aufmerksam, bei denen böswillige Akteure die Zugangsdaten vereinzelter Ring-Nutzer (z.B. Benutzername und Passwort) von separaten, externen, nicht-Ring-Diensten erhalten und dazu verwendet haben, sich auch in deren Ring-Konto anzumelden. Leider ist es Eindringlingen möglich, Zugang zu einer Vielzahl von Konten zu erhalten, wenn derselbe Benutzername und das gleiche Passwort für mehrere Dienste wiederverwendet wird.

Das Vertrauen unserer Kunden ist uns wichtig und wir nehmen die Sicherheit unserer Geräte ernst. Unser Sicherheitsteam hat diese Vorfälle untersucht und wir haben keine Hinweise auf ein unbefugtes Eindringen in unsere Systeme oder eine Gefährdung des Netzwerks von Ring gefunden. Es gab keinen Einbruch in die Datenbanken von Ring. Die Daten stammen nicht aus einer Firmendatenbank von Ring.

Nach Bekanntwerden der Vorfälle haben wir geeignete Maßnahmen ergriffen, um die Eindringlinge unverzüglich von nachweislich betroffenen Ring-Konten auszusperren. Wir benachrichtigen Kunden, die auf der Liste stehen, und setzen ihre Passwörter zurück. Die Kunden müssen ein neues Passwort vergeben. Wir empfehlen Ring-Kunden dringend, zum Schutz ihrer Konten die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren." Zitat Ende

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