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Ubuntu 19.10 Eoan Ermine: Neuerungen, Release, Download

25.06.2019 | 15:55 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die voraussichtlich am 17. Oktober 2019 erscheinende nächste Ubuntu-Version 19.10 trägt den Codenamen Eoan Ermine. Erstmals liefert Canonical proprietäre Nvidia-Treiber auf der ISO mit. Der 32-Bit-Support fällt nun doch nicht weg.

Die voraussichtlich im Oktober 2019, konkret am 17. Oktober 2019, erscheinende nächste Ubuntu-Version 19.10 trägt den Codenamen Eoan Ermine. Dieser Termin gilt als gesetzt, sofern keine ungewöhnlichen technischen Probleme auftreten. Canonical, das Unternehmen, das die Linux-Distribution Ubuntu entwickelt, hält voraussichtliche Veröffentlichungstermine in der Regel ein.

Laut Itsfoss ist ein Ermine eine Wieselart, genauer gesagt ein Kurzschwanzwiesel. Im Deutschen wird dieses Tier als Hermelin bezeichnet. Bei Eoan wird es dagegen schwierig. Dieses Wort scheint etwas mit der Morgendämmerung zu tun haben. Das Wort könnte von Eos, dem Namen der griechischen Göttin der Morgenröte, stammen.

Canonical-Chef Mark Shuttleworth hat übrigens noch nichts auf seinem Blog zum Codenamen von Ubuntu 19.10 veröffentlicht.

Dieser vorläufige Zeitplan scheint laut omgubuntu wahrscheinlich zu sein:

  • Feature Freeze: 22. August 2019

  • Kernel Freeze/Beta Release: 26. September 2019

  • Final Freeze: 10. Oktober 2019

  • Erscheinungstermin: 17. Oktober 2019

Ubuntu 19.10 wird wieder ein Short-Time-Release sein. Canonical wird für Ubuntu 19.10 Eoan Ermine also nur neun Monate lang Updates bereitstellen. Also genauso lang wie für Ubuntu 19.04 und Ubuntu 18.10. Nach Ablauf dieser neun Monate müssen Sie auf eine neue Ubuntu-Version aktualisieren, um weiterhin Updates erhalten zu können. Ubuntu 19.10 wird also keine LTS-Version sein.

Mit Ubuntu 20.04 wird das nächste Ubuntu mit Long-Term-Support im Frühjahr 2020 erscheinen. Sollten Sie Wert auf einen längeren Supportzeitraum legen, dann warten Sie mit einem Distributions-Update besser bis Ubuntu 20.04.

Neuerungen

1. Oberfläche:  Gnome 3.34

Als Oberfläche dürfte bei Ubuntu 19.10 Gnome 3.34 zum Einsatz kommen.

2. Proprietäre Nvidia-Treiber auf ISO mitgeliefert

Die ISO-Datei von Ubuntu 19.10 soll erstmals proprietäre Nvidia-Treiber beinhalten und zwar ubuntu-driver-390 and ubuntu-driver-418, die zusammen 114 MB groß sind. Damit können Sie bei der Installation von Ubuntu 19.10 sofort für Ihren Nvidia-Grafikchip die passenden Treiber mitinstallieren, ohne diese später nach erfolgter Installation erst auf den entsprechenden Downloadseiten von Nvidia suchen zu müssen. So ist das bisher der Fall.

Standardmäßig installiert Ubuntu 19.10 allerdings nicht die proprietären Grafiktreiber, der Nutzer muss also schon selbst aktiv werden, wenn er diese Treiber zum Beispiel für Spiele braucht. Denn standardmäßig installiert Ubuntu 19.10 freie Nouveau-Treiber. Diese dürften für die meisten Anwendungszwecke ausreichend sein.

3. 32-Bit-Support entfällt nun doch nicht

Canonical wollte zunächst mit Ubuntu 19.10 den Support für 32-Bit-Anwendungen einstellen. Wer also 32-Bit-Anwendungen oder -Spiele weiter verwenden will, sollte nicht auf Ubuntu 19.10 aktualisieren, sondern stattdessen eine ältere Ubuntu-Version weiter verwenden. Beispielsweise Ubuntu 18.04: Für diese LTS-Version veröffentlicht Canonical Updates bis April 2023. Alle Ubuntu-Versionen bis einschließlich Ubuntu 19.04 bringen die erforderlichen 32-Bit-Bibliotheken mit und sind deshalb abwärtskompatibel zu 32-Bit-Anwendungen, auch wenn sie auf 64-Bit-Rechnern laufen.

Canonicals Entscheidung gegen eine weitere Unterstützung von 32 Bit hätte erhebliche Auswirkungen auf Nutzer von Valves Spieleplattform Steam gehabt. Valve teilte deshalb mit, dass Steam ab Ubuntu 19.10 nicht mehr verwendet werden könne. Wer also Steam-Spiele auf Ubuntu spielen möchte, kann dies nur bis Ubuntu 19.04 machen.

Doch Canonical redivierte seine Entscheidung gegen den 32-Bit-Support und teilte mit, dass Ubuntu 19.10 und Ubuntu 20.04 LTS zumindest teilweise 32 Bit auch weiterhin unterstützen werden.

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