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Ubisoft und Take-Two stoppen Verkäufe in Russland

08.03.2022 | 17:01 Uhr | Michael Söldner

Die beiden Publisher Ubisoft und Take-Two haben die Verkäufe ihrer Spiele in Russland auf Eis gelegt.

Immer mehr Unternehmen weltweit reagieren mit Verkaufsstopps auf den Krieg in der Ukraine. Nun haben auch Ubisoft und Take-Two die Verkäufe ihrer Spiele als Reaktion auf die Invasion durch Russland eingestellt. Damit gesellen sich beide Konzerne zu anderen Branchengrößen wie Activision Blizzard, Epic Games, Microsoft, EA und CD Projekt. Auch Sony hat den Verkauf von „Gran Turismo 7“ im russischen Ableger des Playstore direkt zum Erscheinen gestoppt. Nintendo hat als Reaktion auf den Krieg die Bezahlmöglichkeiten im eShop in Russland eingestellt.

Kein Next-Gen-GTA für Russland

Ubisoft begründet die Entscheidung mit der „anhaltenden Tragödie in der Ukraine“. Nach Angaben von Bloomberg beziehe sich der Verkaufsstopp von Ubisoft sowohl auf physische als auch auf digitale Spiele. Take-Two hat sich ebenfalls zu einem zeitweisen Verkaufsstopp in Russland und Belarus entschieden. Dabei werden auch die Spiele der Tochterfirmen 2K Games und Rockstar Games („Grand Theft Auto“-Reihe) einbezogen. Die wiegt besonders schwer, da in zwei Wochen die Next-Gen-Ableger von „GTA 5“ für Xbox Series X/S und Playstation 5 erscheinen sollen.

Branche steht geschlossen hinter der Ukraine

Take-Two Vizechef Alan Lewis teilte gegenüber The Verge mit, dass man die „Ereignisse in der Ukraine mit Sorge und Kummer“ beobachte. Nach langen Überlegungen sei man in der vergangenen Woche zu dem Entschluss gekommen, alle Spieleverkäufe in beiden Ländern zu stoppen und auch den Marken-Support in Russland und Belarus einzustellen.

Kein „FIFA“ und „Cyberpunk 2077“ für Russland

Schon in der vergangenen Woche reagierte EA Games ähnlich und stoppte den Verkauf seiner „FIFA“- und „NHL“-Spiele sowie aller digitalen und physischen Titel in Russland. Bei Activision Blizzard bezieht sich der Bann auf Neuerscheinungen. Auch das für „Cyberpunk 2077“ verantwortlichen CD Projekt Red will alle Verkäufe seiner Spiele in Russland einstellen .

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