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Uber-Testfahrerin: Anklage wegen fahrlässiger Tötung

16.09.2020 | 16:42 Uhr | Denise Bergert

Die Back-Up-Fahrerin eines autonomen Uber-Autos wurde in den USA wegen fahrlässiger Tötung einer 49-Jährigen angeklagt.

In dieser Woche wurde die Back-Up-Fahrerin eines autonomen Fahrzeugs des Dienstleisters Uber in den USA wegen fahrlässiger Tötung angeklagt . Die 46-jährige Rafaela Vasquez saß hinter dem Steuer eines autonomen Uber-Testfahrzeugs in Tempe im US-Bundesstaat Arizona. Am Abend des 27. August 2018 überquerte die 49-jährige Elaine Herzberg mit ihrem Fahrrad eine vierspurige Straße, auf der Vasquez mit ihrem Uber-Testfahrzeug unterwegs war. Der Wagen erfasste die Frau, während sie ihr Fahrrad über die Straße schob und verletzte sie tödlich. Der Unfall war der erste Todesfall mit einem autonomen Fahrzeug und sorgte weltweit für Aufsehen.

Mehr als zwei Jahre nach dem Unfall wird die Uber-Back-Up-Fahrerin, die aus Sicherheitsgründen an Bord war, um im Notfall eingreifen zu können, wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Der Grund: Ermittlungen der Polizei und des US National Transportation Safety Board (NTSB) haben ergeben, dass menschliches Versagen zu dem Unfall geführt hat. Wie Video-Material der im Fahrzeug verbauten Dashcam zeigt, schaute Vasquez nicht wie erforderlich auf die Straße, während sie mit 63 km/h unterwegs war. Den Angaben zufolge war die Back-Up-Fahrerin auf ihrem Smartphone in die Hulu-Streaming-Show The Voice vertieft, als sie die Fußgängerin rammte. Vasquez plädiert auf nicht schuldig. Der Verhandlungsbeginn ist für Februar 2021 geplant.

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