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Fehlende Hardware-Features nachrüsten - so klappt's

26.09.2018 | 08:11 Uhr |

Oft wird unterschätzt, welchen Einfluss Schnittstellen auf Rechner haben. In vielen Fällen lohnt sich das Nachrüsten, denn die Geräte sind dann deutlich leistungsfähiger und bieten Zusatzfunktionen. Welche Möglichkeiten es gibt, erfahren Sie hier.

Aufrüsten kann so einfach sein: Statt PC oder Notebook aufwendig und teuer mit Prozessor, Grafikkarte oder Arbeitsspeicher zu modernisieren, hauchen Sie ihm mit aktuellen Schnittstellen neues Leben ein. Dann können Sie auch von aktuellen Peripheriegeräten wie einer schnellen externen Festplatte oder einem hochauflösenden Monitor richtig profitieren – und Sie können einen in die Jahre gekommenen Rechner noch länger nutzen.

Doch schauen Sie vor dem Einbau genau hin: Nicht alle Angebote halten, was sie versprechen, und nicht alles, was PC oder Notebook auf den ersten Blick zu verbessern scheint, passt auch technisch zu Ihrer konkreten Konfiguration.

Wie Sie am besten vorgehen und welche Geräte wir Ihnen empfehlen können, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

FAQ: 10 Fragen und Antworten zu USB-C

Desktop-PC um neue Anschlüsse erweitern

Ein herkömmlicher PC lässt sich meist besser mit neuen Anschlüssen ausstatten als ein Notebook: Seine Hardware lässt sich flexibler austauschen und ergänzen. Außerdem steht auch mehr Platz zur Verfügung, um zusätzliche Anschlüsse bequem einzubauen.

USB 3.0, 3.1 Gen 1 oder Gen 2 am PC nachrüsten

Selbst die hohen Datenraten von USB 3.1 Gen 2 sind für PCI-Express-Anschlüsse kein Problem.
Vergrößern Selbst die hohen Datenraten von USB 3.1 Gen 2 sind für PCI-Express-Anschlüsse kein Problem.

Sollte Ihr Computer keine USB-3.0-Anschlüsse besitzen, dann raten wir dringend zur Nachrüstung. USB 3.0 übertragt in der gleichen Zeit die zehnfache Datenmenge des veralteten USB-2.0-Standard, die theoretische Transferrate beträgt bei der neueren Version fünf Gigabit pro Sekunde. Wenn Sie also oft Daten von und auf den PC übertragen müssen, ist das neuere Protokoll ein deutlicher Zeitgewinn. Doch auch USB 3.0 ist mittlerweile nur noch der Mindeststandard: Der Nachfolger in Form von USB 3.1 ist auf dem Vormarsch und kommt immer häufiger in aktuellen Systemen zum Einsatz. Doch USB 3.1 ist nicht immer gleich USB 3.1: Ist diese Bezeichnung in den technischen Daten eines Gerätes um „Gen 1“ ergänzt, erfolgt die Datenübertragung immer noch mit der Transferrate von USB 3.0. Erst Schnittstellen vom Typ USB 3.1 Gen 2 übertragen mit der doppelten Transferrate, also mit zehn Gigabit pro Sekunde.

Die schnellen Schnittstellen lassen sich im PC mit einer Steckkarte nachrüsten. Neben den USB-Anschlussbuchsen ist auf den Karten noch ein Speichercontroller eingebaut, der die Kommunikation mit dem neuen Kommunikationsprotokoll übernimmt, das die Hauptplatine im PC nicht beherrscht.

Damit der PC die höheren Datenraten der neuen USB-Standards überhaupt übertragen kann, muss ein schnelleres Interface zum Einsatz kommen, das seit vielen Jahren in jedem Computer steckt – PCI Express (PCIe). Je nach der gewünschten USB-Version, die Sie nachrüsten wollen, muss der Rechner bestimmte technische Voraussetzungen bei PCIe mitbringen: Wer nur USB 3.0 nachrüsten möchte, muss darauf achten, dass es sich idealerweise um einen PCIe-Slot ab der 2.0-Generation handelt, der mindestens über x1-Lanes angebunden ist: Hierbei handelt es sich um die Anzahl der Datenbahnen (auch Links genannt). Möchten Sie allerdings in die Königsklasse und Schnittstellen vom Typ USB 3.1 Gen 2 nachrüsten, benötigen Sie optimalerweise mindestens einen PCIe-x4-Steckplatz.

Der richtige Einbau: Haben Sie sich für eine USB-Erweiterungskarte entschieden – unsere Empfehlungen für PCs finden Sie in der Tabelle unten –, schalten Sie Ihren PC ab, trennen ihn vom Strom, öffnen ihn und stecken die Karte in den korrekten PCIe-Slot. Welcher Steckplatz über wie viele PCIe-Lanes verfügt, entnehmen Sie dem Handbuch, der dem Computer oder der Hauptplatine beliegt. Vergessen Sie nicht, die Karte mit einer Schraube am Gehäuse zu fixieren, damit die Karte stabil sitzt und sich beim An-und Abstecken von USB-Geräten nicht verschiebt und die Datenverbindung verliert. Zusätzlich müssen Sie die Steckkarten mit Strom versorgen, meist über den älteren Molex-oder den etwas moderneren SATA-Anschluss – oder sogar beides gleichzeitig. Stellen Sie also vorab sicher, dass Sie auch über freie, kompatible Stecker am Netzteil verfügen. Nehmen Sie dann Ihren Rechner wieder in Betrieb und installieren Sie die entsprechenden Gerätetreiber, um eine reibungslose Kommunikation sicherzustellen. Eine USB-3.0-PCIe-Karte startet bei rund 12 Euro, eine schnellere Karte mit USB 3.1 Gen 2 kostet mindestes über 20 Euro.

Noch schneller: PC mit Thunderbolt 3 aufrüsten

Thunderbolt 3 ist einer der aktuell leistungsfähigsten Anschlüsse.
Vergrößern Thunderbolt 3 ist einer der aktuell leistungsfähigsten Anschlüsse.

Im Gegensatz zu USB kann die mittlerweile dritte Thunderbolt-Version Ton-und Videosignale sowie Strom und (Netzwerk-)Daten übertragen, da die Schnittstelle mehrere Datenkanäle und Standards in nur einer Kabelverbindung vereint. Dazu zählen neben dem reinen Übertragen von und zu externen Speichermedien via USB 3.1 Gen 2 das Anschließen von externen Grafikkarten, da insgesamt vier PCIe-Lanes zur Verfügung stehen. Auch das Weiterleiten von Audio-und Videoinhalten dank integrierter Displayportkanäle ist über Thunderbolt 3 kein Problem. Damit lassen sich zum Beispiel zwei 4K-Monitore parallel betreiben. Außerdem sind bis zu 100 Watt Ladestrom möglich, um zumindest ein Notebook mit ausreichend Energie zu versorgen.

Einen Anschluss für Thunderbolt 3 im PC nachzurüsten ist nicht ganz einfach.
Vergrößern Einen Anschluss für Thunderbolt 3 im PC nachzurüsten ist nicht ganz einfach.

Doch wenn es um die Nachrüstung von Thunderbolt 3 geht, wird es kompliziert. Hier reicht es nicht, sich einfach eine beliebige Erweiterungskarte für die PCIe-Schnittstelle zu kaufen und sie einzubauen. Hier kommt es auf den Hersteller der Hauptplatine im PC an: Asus war der erste Anbieter, der eine Thunderbolt-Steckkarte vorstellte, die aber nur mit ausgewählten Mainboards aus der eigenen Produktion und auch mit einigen Modellen von Gigabyte funktionierte. Die mittlerweile dritte Version dieser Karte namens ThunderboltEX 3 bietet einen Thunderbolt-3-Anschluss mit Typ-C-Buchse, einmal USB 3.1 Gen 2 mit Typ-A-Stecker und einmal Mini-Displayport 1.2. Doch damit die Karte auch Videosignale an Thunderbolt-Monitore weiterleiten kann, muss der Displayport-Anschluss mit der integrierten oder dedizierten Grafikeinheit des PCs verbunden sein. Auch ohne diese sogenannte Loop-Through-Lösung funktioniert die Steckkarte, allerdings erfolgt dann eben keine Übertragung von Bewegtbildern. Auch Gigabyte hat eine Karte mit gleicher Funktionsweise im Angebot. Die Kosten belaufen sich auf mindestens 95 Euro für diese Thunderbolt-3-Erweiterungskarten. Ein teurer Spaß, um die Vorteile dieses modernen Anschlusses auszukosten. Vor allem wenn man bedenkt, dass man ein geeignetes Mainboard besitzen muss. Ob Ihre Hauptplatine dazu zählt, erfahren Sie auf den offiziellen Produkt-Webseiten der Karten. Es gibt aber gute Nachrichten: Thunderbolt 3 wird immer häufiger auf aktuellen Mainboards verbaut und könnte wohl bald zur Standardausstattung eines Komplett-PCs gehören.

Hardware auslesen: So finden Sie heraus, welche Hardware in Ihrem PC steckt

Drahtlos-Kommunikation am PC: WLAN und Bluetooth nachrüsten

Sofern noch ein PCIe-Slot frei ist, lässt sich auch leistungsfähiges WLAN am PC nachrüsten.
Vergrößern Sofern noch ein PCIe-Slot frei ist, lässt sich auch leistungsfähiges WLAN am PC nachrüsten.

Desktop-PCs werden nur selten bewegt, weshalb der Online-Anschluss in der Regel über ein Netzwerkkabel erfolgt. Es gibt allerdings auch Situationen, die keine Verbindung über Kabel ermöglichen. Beispielsweise wenn der Router auf einem anderen Stockwerk oder in weiter Entfernung vom PC steht und Sie keine Löcher durch Mauern bohren möchten. Dann bleibt Ihnen – abgesehen von Powerline, bei dem Sie die Netzwerkkommunikation über die Stromleitung abwickeln – nur noch die Möglichkeit, den Computer über WLAN mit dem Internet zu verbinden. Doch in den meisten Komplett-PCs zählt ein WLAN-Modul auf der Hauptplatine nicht zur Standardausstattung.

Doch selbst wenn Ihr PC WLAN ab Werk beherrscht, kann sich nachrüsten lohnen: dann nämlich, wenn das verbaute Modul nur ältere WLAN-Standards beherrscht, in Ihrem Netzwerk aber überwiegend Geräte mit dem neuen AC-Standard aktiv sind.

Ein neues Funkmodul lässt sich einfach nachrüsten: Sie können dafür auf eine interne Lösung in Form einer PCIe-Steckkarte oder auf einen externen USB-WLAN-Stick setzen. Bei Letzterem sollten Sie darauf achten, den AC-Stick an eine USB-3.0-Buchse anzuschließen, damit das Funknetz nicht durch die Schnittstelle ausgebremst wird. Denn theoretisch kann der ac-Standard Bruttokapazitäten von bis zu 1733 MBit/s erreichen, USB 2.0 nur 480 MBit/s.

Der Einbau einer WLAN-ac-Erweiterungskarte entspricht dem einer USB-Karte; hier müssen Sie zusätzlich nur noch Antennen auf der Außenseite anbringen. Passende Produkte gibt es ab 30 Euro. Etwas günstiger kommen Sie mit USB-Sticks davon, deren Preise ab etwa 20 Euro beginnen.

Noch komfortabler und auch für den Einsatz am Notebook geeignet: WLAN-Sticks.
Vergrößern Noch komfortabler und auch für den Einsatz am Notebook geeignet: WLAN-Sticks.

Eine weitere Drahtlostechnik, die sich recht einfach nachrüsten lässt, ist Bluetooth. Darüber lässt sich zum Beispiel Ihr Smartphone mit dem PC verbinden, oder auch Peripherie wie Mäuse, Tastaturen und Headsets kabellos anschließen. Die Module sind oft ziemlich klein und können so problemlos am PC-Gehäuse eingesteckt bleiben. Für die Datenraten ist es um Übrigen egal, ob Sie den Bluetooth-Dongle an USB 2.0 oder 3.0 anschließen. Je nach Bluetooth-Standard – empfehlenswert ist die aktuelle 4.0-Version – kostet Sie ein Dongle mindestens sechs Euro. Manche Sticks oder Karten bieten beide Drahtlostechniken WLAN und Bluetooth.

Kartenleser: So wird der PC fit für Handy-und Kameraspeicher

Ein interner Speicherkartenleser wird in der Gehäusefront verbaut.
Vergrößern Ein interner Speicherkartenleser wird in der Gehäusefront verbaut.

Wer häufig Daten von Speicherkarten übertragen muss, weil er zum Beispiel Fotos von der Kamera am PC bearbeiten will, sollte ein entsprechendes Lesegerät nachrüsten. Auch hier gibt es eine Vielzahl von Modellen, sei es zum internen oder externen Gebrauch. Soll der Speicherkartenleser direkt in den PC, handelt es sich meistens um Module im 3,5-oder 5,25-Zoll-Format, die sich in einen entsprechenden Platzhalter an der Front des Gehäuses einschieben lassen. Die Anbindung ans System erfolgt dann über die internen Anschlüsse auf der Hauptplatine. Externe Lösungen sind ebenfalls kompakte Stationen, die Sie mit einem externen USB-Anschluss verbinden müssen. Den Kartenleser selbst können Sie dann auf Ihren Schreibtisch stellen, was komfortabler in Bezug auf die Handhabung ist. Wichtig ist aber vor allem, dass eine flotte Datenübertragung erfolgt. Hierfür kommt USB zum Einsatz, egal ob es sich um eine interne oder externe Lösung handelt. Deshalb Vorsicht vor günstigen Kartenlesern, die den USB-2.0-Standard verwenden. Das kann aktuelle Flashkarten ausbremsen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Speicherkartenleser den flotteren USB-3.0-Standard unterstützen. Eventuell müssen Sie deshalb auf einen internen Kartenleser verzichten und zu einem externen Modell greifen: Denn bei vielen Komplett-PCs ist der USB-3.0-Anschluss auf dem Mainboard schon vom Frontanschlussfeld des Gehäuses belegt. Nur selten bieten Hauptplatinen zwei interne USB-3.0-Buchsen. Ebenfalls im Blick haben sollten Sie die Anzahl und Typen der unterstützten Speicherkartenformate. Natürlich sollte der Typ an Bord sein, der am häufigsten bei Ihnen zum Einsatz kommt. Speicherkartenleser mit USB 3.0 gibt es schon für unter zehn Euro.

Das externe Lesegerät stellt eine komfortable Methode dar, um Speicherkarten zu lesen.
Vergrößern Das externe Lesegerät stellt eine komfortable Methode dar, um Speicherkarten zu lesen.

Neue Anschlüsse am Notebook nachrüsten

Neue Schnittstellen an einem Notebook nachzurüsten ist schwieriger als beim PC. Über eine interne Steckkarte lassen sich nur WLAN, Bluetooth und LTE aufrüsten, falls ein geeigneter freier Steckplatz verfügbar ist. Die besten Möglichkeiten bieten Adapter für den USB-Anschluss. Am einfachsten – aber auch teuersten – ist das Upgrade bei Typ-C: Mit einer passenden Docking-Station ergänzen Sie den Laptop über eine einzige Kabelverbindung mit einer Vielzahl externer Schnittstellen.

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USB 3.0, SATA oder Mobilfunkmodule am Notebook

Besitzer eines älteren Notebooks haben die besten Chancen, um neue Anschlüsse nachzurüsten: Dafür muss der Laptop einen Einschub für eine Erweiterungskarte im Expresscard-Format besitzen. Diese Karten sind im Übrigen auch leicht zu handhaben, da sie sich auch im laufenden Betrieb einstecken lassen (Hot-Plug-fähig). So lässt sich zum Beispiel USB 3.0 einfach nachrüsten. Günstige Modelle, die USB-3.0-Anschlüsse bieten, gibt es schon ab rund zehn Euro. Karten, die Buchsen vom Typ USB 3.1 Gen 1 oder Gen 2 bereitstellen, kosten mit 60 Euro deutlich mehr. Es gibt auch Expresscards, die (zusätzliche) Schnittstellen wie SATA oder Firewire bereitstellen. Nicht unüblich sind auch Audioanschlüsse oder auch Mobilfunkmodule, in die sich eine SIM-Karte einlegen lässt, um unabhängig von WLAN-Hotspots agieren zu können.

Notebook-Aufrüstung: Schnelleres WLAN und Bluetooth

Der Umstieg auf aktuelle WLAN-Techniken wie den AC-Standard am Notebook ist nicht unmöglich. Denn die Hersteller verbauen separate Module innerhalb der Notebooks, die sich auch mit aktuellen Varianten ersetzen lassen. Hierfür müssen Sie das Notebook aufschrauben, wodurch bei vielen Geräten die Garantie erlischt. Bei den Modulen handelt es sich um kleine Kärtchen im M.2-Steckkartenformat, wie sie auch für Notebook-SSDs zum Einsatz kommen. Eine der Voraussetzungen für den Wechsel auf ein anderes Drahtlosmodul ist die korrekte Größe, die der älteren Karte entsprechen muss, da ansonsten der Einbau nicht klappt. Eine weitere ist die Anzahl der verlegten Antennen, damit der mobile Computer die WLAN-Signale empfangen kann. Im Prinzip lassen sich auch Module einbauen, die mehr Antennen unterstützen, allerdings kann das Gerät dann eben nur über die beiden vorhandenen Antennen funken. Die Alternative, sich externe Antennen zuzulegen oder interne Antennenleitungen zu verlegen, ist unschön beziehungsweise sehr aufwendig.

Interne Module mit WLAN-ac kosten rund 20 Euro. Der Austausch ist vergleichsweise einfach: Öffnen Sie das Notebook, indem Sie den gesamten Unterboden oder die Wartungsklappe für den passenden Steckplatz lösen. Bevor Sie die angeschlossenen Antennenkabel abklemmen, merken Sie sich, an welchen Anschlüssen sie hängen – die Leitungen sind unterschiedlich gefärbt, was es etwas einfacher macht. Drehen Sie die Schraube(n) heraus, die das Kärtchen fixieren, und ziehen Sie das Modul nach vorne heraus. Legen Sie das neue Modell wieder ein; die Einkerbungen an den goldenen Kontakten sorgen dafür, dass Sie das Kärtchen richtig in den Steckplatz einbauen. Dann fixieren Sie das Modul wieder, schließen die Antennenleitungen an und verschließen das Notebook. In den meisten Fällen installiert Windows den passenden Treiber automatisch.

Häufig sind WLAN-Module im M.2-Format auch noch mit Bluetooth ausgestattet. Deshalb kann es vorkommen, dass Sie im Anschluss auch zwei Treiber herunterladen und installieren müssen, damit beide Funktechniken funktionieren. Sollte kein Bluetooth mit an Bord sein, lässt sich mit einem USB-Dongle Abhilfe schaffen – wie beim PC. Wer seine Garantie nicht verlieren möchte und den Eingriff in die Hardware des Notebooks scheut, kann stattdessen auch auf USB-WLAN-Sticks zurückgreifen.

Typ-C-Dockingstationen fürs Notebook

Eine ganze Flut an Anschlüssen bringen Dockingstationen mit, die sich über spezielle, herstellereigene Schnittstellen oder über eine einzelne Typ-C-Buchse mit dem Notebook koppeln lassen. Diese Docks sorgen für eine Menge verschiedener Schnittstellen, wie USB-, HDMI-, Displayport-und Netzwerkbuchsen. Die Kontakte innerhalb des Typ-C-Steckers lassen sich frei belegen, wovon die vielen Anbieter der Dockingstationen auch regen Gebrauch machen.

Das geschieht allerdings zum Leidwesen der Endverbraucher, die sich deshalb mit einem Funktionswirrwarr auseinandersetzen müssen und sich oft nicht wirklich sicher sein können, was denn nun letztendlich über die Schnittstelle übertragen wird. Denn es kommt nicht nur darauf an, was die Dockingstation an sich für Anschlussmöglichkeiten bereitstellt, sondern auch darauf, was der Typ-C-Anschluss am Notebook selbst kann. Manche Anschlüsse beherrschen zum Beispiel nur höheren Ladestrom, während sich bei einem anderen Laptop der Typ-C-Anschluss auch für die Übertragung von Videosignalen eignet.

Probleme gibt es auch oft beim Anschluss eines Monitors: Je nach Beschaltung des Kabels und Funktionalität der Dockingstation lässt sich ein 4K-Monitor dann beispielsweise nur mit ruckeligen 30 Hertz betreiben. Und vor allem bei günstigen Modellen müssen sich alle Daten, egal, ob Netzwerk, Video oder Audio, die Bandbreite im Kabel teilen, was zu Geschwindigkeitseinbrüchen führen kann. Bringen Sie vor dem Kauf also erst in Erfahrung, zu was die Typ-C-Buchse am Notebook tatsächlich fähig ist, beispielsweise mit Hilfe des Handbuchs. Auch beim Dock selbst müssen Sie die Spezifikationen im Detail durchgehen.

Auf der sicheren Seite sind Sie hingegen, wenn der Typ-C-Anschluss Thunderbolt 3 beherrscht. Dann ist sichergestellt, dass das Notebook alle Schnittstellen der Dockingstation passend bedienen kann. Entsprechende Dockingstationen mit USB-Typ-C gibt es schon ab 50 Euro; je nach Ausstattung und Funktionsumfang kosten sie aber über 200 Euro. Grundsätzlich sollte eine Typ-C-Docking-Station unabhängig vom Hersteller an jedem Notebook mit Typ-C-Buchse funktionieren: Nur spezielle Funktionen, für die ein herstellerspezifischer Treiber notwendig ist, etwa zum Booten per Netzwerk, funktionieren ausschließlich, wenn Notebook und Dockingstation vom selben Hersteller stammen.

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Das Gigabyte Aero 15X ist nicht mal 2 Zentimeter dick, kann es aber in Sachen Gaming-Leistung mit vielen Desktop-PCs aufnehmen. Das schlanke Notebook ist nämlich mit einer GTX 1070 und einer Core-i7-CPU ausgestattet. Damit ist es auch fit für aktuelle Games wie Assassin's Creed Origins oder Wolfenstein 2: The New Colossus. Aber das Gigabyte Aero 15X kann noch mehr: Beleuchtete RGB-Tastatur, hochwertige Haptik und eine ordentliche Akkulaufzeit. Klingt nach dem perfekten Gaming-Laptop? Nicht ganz! Ein paar Schwachpunkte trüben leider das gute Gesamtbild. Fritz hat das Gigabyte Aero 15X in diesem Video getestet.

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