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USA klagen Julian Assange wegen Spionage an

24.05.2019 | 14:25 Uhr | Denise Bergert

Wikilieaks-Gründer Julian Assange soll in 18 Fällen gegen das US-amerikanische Antispionagegesetz verstoßen haben.

In dieser Woche hat die US-Staatsanwaltschaft eine neue Anklage gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange erhoben. Der 47-Jährige soll in 18 Fällen gegen das Antispionagegesetz verstoßen haben. Assange sei unrechtmäßig in den Besitz von geheimen Regierungsdokumenten gelangt und habe diese weitergegeben. Sollte Assange an die USA ausgeliefert und dort verurteilt werden, drohen dem Publizisten bis zu 170 Jahre Haft oder die Todesstrafe.

Die Anklageschrift wirft Assange vor, für die Beschaffung der Regierungsdokumente gezielt mit der Whistleblowerin und Ex-IT-Analytikerin Chelsey Manning zusammengearbeitet haben. Der Wikileaks-Gründer habe Whistleblower gezielt aufgefordert, vertrauliche Dokumente bei seiner Enthüllungsplattform einzureichen. Darum bitten mittlerweile auch andere renommierte US-Zeitungen und Medienhäuser. Die Staatsanwaltschaft versucht mit ihrer Anklage nun, Unterschiede im Fall von Assange zu konventioneller Pressearbeit aufzuzeigen. Eine Verurteilung könnte sich auch auf die zukünftige Arbeit von Journalisten in den USA auswirken, wenn die Kooperation mit Whistleblowern durch den Fall unter Strafe gestellt wird.

Assange wurde am 11. April in der Ecuadorianischen Botschaft in London verhaftet . Derzeit sitzt wer im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh in London. Neben der US-Regierung hat auch Schweden die Auslieferung von Assange beantragt.

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