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USA: Killer-Rakete R9X tötet Terroristen mit Riesen-Messern

14.05.2019 | 10:58 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die USA töten gezielt Anführer von Terrororganisationen mit der bisher geheimen Rakete R9X. Die Rakete tötet ihre Opfer mit sechs riesigen Messerklingen.

Die USA besitzen laut The Wall Street Journal eine bisher hochgeheime Rakete, die tötet, ohne zu explodieren: R9X. Damit sollen möglichst exakte Schläge gegen Terroristen möglich sein, ohne dass dabei Zivilisten gefährdet werden. Das Wall Street Journal beruft sich bei seinem Bericht auf ehemaligen und aktive US-Staatsbedienstete. Die Quellen betonen, dass sich die USA für die Messer als Waffe entschieden haben, damit bei den Liquidationen keine Unbeteiligten ums Leben kommen.

Die gruselige Rakete transportiert also anders als konventionelle Geschosse keine Sprengladung ins Ziel (und auch keine Hohlladung oder Wuchtmunition), sondern „schwingt“ stattdessen mehrere riesige Messer, mit denen sie ihre Ziele schreddert.
 
Sowohl die CIA als auch die US-Armee sollen laut Wall Street Journal dieses „fliegende Messer“ bereits seit dem Jahr 2017 im Kampfeinsatz verwenden. Die USA töten mit den präzisen Angriffen dieser Messer schwingenden Rakete gezielt die führenden Köpfe von Terrororganisationen. Es handelt sich also nicht um Flächenbombardements und auch nicht um die Zerstörung von Infrastruktureinrichtungen, sondern um die gezielte Tötung von Einzelpersonen.

So soll beispielsweise im Januar 2018 eine R9X den Terroristen Jamal al-Badawi getötet haben. Im Jahr 2017 soll eine R9X den Al Qaeda-Führer Ahmad Hasan Abu Khayr al-Masri zur Strecke gebracht haben. Bisher kam die Ninja-Bombe in fünf Staaten zum Einsatz: Libyen, Irak, Syrien, Somalia und Jemen.
 
Technisch soll es sich um eine Weiterentwicklung beziehungsweise Sonderanfertigung der bekannten Hellfire-Rakete handeln, dieser Tweet zeigt eine Zeichnung der R9X-Rakete. Eine US-Killerdrohne feuert die R9X in Zielnähe ab, so wie es die Killerdrohne sonst auch mit klassischen Raketen macht. Nur dass eine konventionelle Hellfire-Rakete eben einen Sprengsatz besitzt, der im Ziel zündet. Stattdessen versucht diese Rakete mit ihrer Wucht das Opfer zu töten und fährt laut Wall Street Journal zusätzlich sechs gigantische Messerklingen gegen die Zielperson aus. Diese Klingen schneiden die Zielperson in Stücke, oder besser gesagt: Sie schreddern sie regelrecht. Wegen der Messer trägt die R9X den Spitzenamen Ninja-Bombe, benannt nach den japanischen Schwertkämpfern. Ein anderer Spitzname ist Flying Ginsu, benannt nach einem Messerhersteller.
 
Die neue Messer-bestückte Rakete ließ noch die Regierung Obama seit 2011 entwickeln, wie Techcrunch schreibt. Sie wird aber nur in bestimmten Einzelfällen verwendet.
 
Kollateralschäden vermeiden und chirurgische Eingriffe – das sind typische Schlagwörter von Militärs, mit denen der Eindruck vermittelt werden soll, dass Kampfhandlungen möglich sind, ohne dabei gravierend unbeteiligte Zivilisten zu gefährden. Wie gut das funktioniert, haben die US-Streitkräfte im Irak und Afghanistan zur Genüge bewiesen – nur ein Beispiel dafür ist das Stichwort Hochzeitsgesellschaft bombardiert.

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