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US-Soldaten fahren in Bayern betrunken E-Scooter – das hat Folgen

17.07.2022 | 13:45 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

In Deutschland stationierte US-Panzersoldaten fuhren betrunken E-Scooter. Das hat nun Folgen.

Stars and Stripes, eine US-Nachrichtenseite für die US-Armee, berichtet , dass Soldaten der 1. Panzerbrigade der 3. Infanteriedivision im März 2022 zu Übungszwecken nach Deutschland zum Truppenübungsplatz Grafenwöhr verlegt wurden. Die Verlegung erfolgte als Reaktion auf den russischen Angriff auf die Ukraine.

Trunkenheitsfahrten mit E-Scootern

Einige Soldaten nutzten für Ausflüge außerhalb des Militärgeländes E-Scooter. Die Soldaten fuhren mit den E-Scootern, auch wenn sie zuvor ausgiebig dem Alkohol zugesprochen hatten. Fünf Soldaten wurden dabei erwischt, wie sie betrunken E-Scooter fuhren. Die Soldaten müssen sich nun wegen Trunkenheit am Steuer verantworten.

Die Armeeführung reagierte auf diese Vorfälle mit einem generellen Alkoholverbot für besagte Truppe. Dieses wurde am 7. Juli 2022 verhängt. Zudem dürfen die Soldaten die Nacht nicht mehr außerhalb des Militärgeländes verbringen.

Stars and Strips zitiert Major Patrick Connelly, den Sprecher der Brigade, folgendermaßen: "Für unsere Mission im europäischen Einsatzgebiet ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir in unseren Verbänden für Ordnung und Disziplin sorgen. Diese Einschränkungen werden sicherstellen, dass wir unsere Einsatzbereitschaft aufrechterhalten und gute Gäste bei unserer Gastnation bleiben."

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hatte die Soldaten nach ihrer Ankunft im März übrigens mit 4000 Weißwürsten und einem Willkommensfrühstück begrüßt. Ob es dabei auch – wie in Bayern üblich – Weißbier zum Frühstück gab, ist unbekannt.

Die Regelungen gelten für E-Scooter

Für E-Scooter-Fahrer gelten die gleichen Promille-Grenzen wie für Autofahrer: Für Fahranfänger (also für Menschen, die gerade erst ihren Führerschein der Klasse A (Motorräder) oder B (Pkw) oder C (Lkw) oder D (Bus) gemacht haben) gilt während der zweijährigen Probezeit die 0,0-Promille-Grenze.

Für alle anderen Fahrer (ohne Probezeit) ist mit 0,5 Promille Alkohol im Blut Schluss, ansonsten drohen Bußgeld, Punkte in Flensburg und Fahrverbote, weil der Fahrer eine Ordnungswidrigkeit begangen hat. Bei noch mehr Alkohol im Blut fallen die Strafen noch härter aus und der Fahrer muss gegebenenfalls zum verkehrspsychologischen Gutachten (MPU).

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Karl Lauterbach hatte bereits 2019 die 0,0-Promille-Grenze für E-Scooterfahrer gefordert 

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