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US-Präsident Trump eröffnet eigenen Twitch-Kanal

11.10.2019 | 09:42 Uhr | Panagiotis Kolokythas

US-Präsident Donald Trump ist ab sofort auch mit einem eigenen Kanal beim Streaming-Dienst Twitch vertreten.

US-Präsident Donald Trump ist auf sozialen Medien äußerst aktiv, wie auch ein Blick auf sein Twitter-Konto zeigt, über das er immer wieder auch Politik macht. Über 65 Millionen Follower hat Trump auf Twitter. Jetzt erweitert der US-Präsident seine Social-Media-Aktivitäten auf Twitch.

US-Präsident Donald Trump hat hier auf Twitch seinen eigenen Kanal beim Live-Video-Streaming-Dienst eröffnet. Über den Kanal will Trump natürlich keine Spiele-Sessions live übertragen, sondern seine Wahlkampfauftritte zum US-Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr. Im Video-Archiv befinden sich bereits einige ältere Auftritte. Außerdem fordert Trump auch auf seinem Twitch-Kanal die Nutzer dazu auf, sich ihm per SMS-Nachricht "Join" an die Telefonnummer 88022 anzuschließen.

Bereits wenige Stunden nach der Eröffnung des Kanals hat Trump über 34.000 Follower auf Twitch. Tendenz stark steigend. Die bereits veröffentlichten Videos wurden über 100.000 Mal gesehen. Der demokratische Kontrahent Bernie Sanders hat seinen Kanal auf Twitch bereits im Juni eröffnet und hat bisher knapp 89.000 Follower. Trump dürfte ihn in wenigen Stunden bereits locker überholt haben.

Die Eröffnung des Twitch-Kanals von US-Präsident Donald Trump ist gleich aus mehreren Gründen bemerkenswert. In der Vergangenheit hat Trump immer wieder Videospielen die Schuld für Amokläufe gegeben, zuletzt im August nach den Amokläufen in El Paso (Texas) und Dayton (Ohio) mit über 30 Opfern. Dennoch will Trump auch auf einer Plattform aktiv werden, auf der vor allem Gamer sich austauschen.

Der zweite Grund: Twitch gehört zu Amazon und damit zum Imperium von Jeff Bezos, den US-Präsident Donald Trump in der Vergangenheit immer wieder angegriffen hat. Jeff Bezos gehört die Zeitung The Washington Post und damit eines der Medien, denen Trump immer wieder die Verbreitung von "Fake News" vorwirft.

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