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US-Polizei jagt Erfinder der 3D-Drucker-Waffe

24.09.2018 | 11:21 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Ein Richter hat die Verhaftung des Erfinders der 3D-Drucker-Waffe "The Liberator" angeordnet. Es geht um Kindesmissbrauch. Update, 24.9.

Cody Wilson, Erfinder der 3D-Drucker-Waffe, wurde in Taiwan verhaftet und an die USA ausgewiesen. Dort befindet er sich nun in einem Gefängnis in Texas. Ihm wird Sex mit einer Minderjährigen vorgeworfen (siehe Meldung weiter unten). Wie die Behörden mitteilen, wurde Wilson am Samstag bei seiner Einreise in die USA am Internationalen Flughafen von Houston verhaftet. Ein Richter hatte die Verhaftung von Wilson bereits Mitte vergangener Woche angeordnet.

Zu dieser Zeit befand sich Wilson aber noch in Taiwan. Von dort trat er eine zunächst geplante Heimreise allerdings nicht an, galt als flüchtig und wurde per internationalem Haftbefehl gesucht. Die taiwanische Polizei konnte Wilson am vergangenen Freitag in einem Hotel ausfindig machen. Dort wurde er verhaftet und anschließend sofort an die USA ausgeliefert. Und dies obwohl Taiwan kein Auslieferungsabkommen mit den USA geschlossen hat. Bei der Inhaftierung von Wilson hat ein Richter die Kaution auf 150.000 US-Dollar angesetzt. Die Kaution wurde von einer unbekannten Person bezahlt, Wilson bleibt aber dennoch im Gefängnis.

Ursprüngliche Meldung vom 20.9.2018: Cody Wilson, der Erfinder der 3D-Drucker-Waffe "The Liberator" und Chef der Non-Profit-Organisation Defense Distributed, sorgt wieder für Schlagzeilen. Dieses Mal allerdings für äußerst negative. Erst im Juli stritt er mit der US-Regierung über die Veröffentlichung der Pläne für die 3D-Drucker-Waffe. Ein US-Richter in Texas hat nun die Verhaftung von Wilson angeordnet. Der Anklage zufolge, soll sich Cody Wilson über ein "Sugar Daddy"-Portal mit einem 16-jährigen Mädchen getroffen und dann in einem Hotel Geschlechtsverkehr gehabt haben, wofür er dem Mädchen 500 US-Dollar zahlte. In Texas gilt der Sex mit Jugendlichen unter 17 Jahren als Straftat. Wilson konnte über ein Überwachungsvideo des Hotels identifiziert werden. Ein US-Reporter hat in einem Tweet den Haftbefehl gegen Wilson veröffentlicht.

Die Polizei-Behörde von Austin (Texas) hat in einer Video-Pressekonferenz die Vorwürfe bestätigt. Wilson wurde zuletzt in Taiwan gesichtet und befindet sich nun offenbar auf der Flucht. Er wollte eigentlich zurückfliegen, trat aber den Flug nicht an. Der US Marshals Service hat mittlerweile auch eine öffentliche Fahndung nach Wilson mit einem "Wanted"-Plakat eingeleitet.

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