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US-Ermittler decken Preisabsprache bei HDD-Bauteilen auf

01.08.2019 | 16:01 Uhr | Michael Söldner

Nach Ansicht der US-Kartellbehörde haben Festplattenhersteller durch Preisabsprachen den Markt manipuliert.

Die Preise für Festplatten waren über Jahre hinweg möglicherweise viel zu hoch. Dieser Vermutung gehen das US-Justizministerium sowie das FBI aktuell auf die Spur. Konkret soll es illegale Preisabsprachen zu den Schreib- und Leseköpfen von magnetischen Festplatten gegeben haben. Mehrere Unternehmen hätten die Preise untereinander abgesprochen, um dem Preisverfall auf dem HDD-Markt entgegen zu wirken. 

Auf Druck der US-Behörden hat die Firma NHK Spring diese Vermutung nun bestätigt. Die Kooperation mit den Behörden könnte dazu führen, dass die japanische Firma als Kronzeuge geladen wird und dadurch nur eine Geldstrafe zahlen muss. Den anderen Mitgliedern des HDD-Kartells drohen hingegen härtere Strafen für die illegalen Absprachen. Noch ist allerdings unklar, wie hoch der Schaden für Kunden ausgefallen ist. Die Strafe für NHK Spring liegt jedoch schon bei 25,5 Millionen Euro. Die ersten Absprachen zwischen den HDD-Herstellern und -Zulieferern habe es schon im Mai 2008 gegeben. Wer noch an der Kartellbildung beteiligt gewesen ist, bleibt vorerst offen. Das FBI kündigte als Reaktion an, weiterhin aggressiv gegen jegliche Preisabsprachen vorgehen zu wollen. Zum genauen Ausmaß der Preisabsprachen werden wohl aber erst später genaue Informationen folgen.

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