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US-Bundesstaat stellt Deepfake-Pornos unter Strafe

03.07.2019 | 16:00 Uhr | Denise Bergert

Der US-Bundesstaat Virginia ahndet die Verbreitung von Deepfake-Rachepornos mit bis zu einem Jahr Gefängnis.

Im US-Bundesstaat Virginia stehen nun nicht nur die Verbreitung von Rachepornos, sondern auch Deepfake-Pornos als Bewegt- oder Standbild unter Strafe . Damit ist Virginia einer der ersten US-Bundesstaaten, der Deepfakes strafrechtlich verfolgt. Dazu wurde von der Regierung das Anti-Belästigungsgesetz erweitert. Das Gesetz untersagte bereits die ungefragte Verbreitung von Nacktfotos und Videos, um damit eine Person zu belästigen, einzuschüchtern oder zu erpressen. Ein entsprechender Zusatz stellt nun auch die Verbreitung von „künstlich erstellten“ Bewegt- und Standbildern unter Strafe.

Die Verbreitung von Rachepornos – also von intimen Nackt-Videos oder -Fotos gegen den Willen des Abgebildeten – gilt in Virginia als Vergehen der Klasse Eins. Darauf steht eine Höchststrafe von 2.500 US-Dollar, zwölf Monate Gefängnis oder beides. Mit der neuen Ergänzung des Gesetzestextes sieht die Strafverfolgung nun keinen Unterschied mehr darin, ob das Bildmaterial echt ist oder mit Hilfe von Deepfake-Technik erzeugt wurde. Mehrere Senatoren bemühen sich in den USA derzeit darum, die Verbreitung von Deepfakes auch auf Bundesebene unter Strafe zu stellen.

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