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US-Behörden beschlagnahmen Bitcoins im Wert von einer Milliarde US-Dollar

06.11.2020 | 12:56 Uhr | René Resch

Nun steht es fest: Nicht etwa Hacker haben sich an der "Silk Road"-Bitcoin-Wallet bereichert. Das Geld wurde von US-Behörden beschlagnahmt.

Auf einer Bitcoin-Wallet der ehemaligen Darknet-Plattform „Silk Road“ ist plötzlich in Bewegung geraten. Die Plattform „Silk Road“ die damals nur über das Tor-Netzwerk zu erreichen war, war ein berüchtigter Umschlagplatz für illegale Waren und krimineller Dienstleistungen. Die Bitcoin-Wallet der Plattform wurde, seit der Verhaftung des Betreibers im Jahre 2013, nicht mehr wirklich angefasst.

Bitcoins im Wert von rund einer Milliarde US-Dollar

Wie the Guardian berichtete, wurde Krypto-Guthaben aus der Wallet, rund 70.000 Bitcoins nun plötzlich transferiert. Aufgrund der Blockchain-Transparenz konnte das von Nutzern, die die Konto-Adresse kannten, eingesehen werden. Das sorgte für einiges an Aufsehen in der Community. Der Wert der transferierten Bitcoins beläuft sich beim derzeitigen Kurs auf etwa eine Milliarde US-Dollar.

Es war allerdings nicht klar, wer für den Transfer verantwortlich ist. Schnell wurden Mutmaßungen getroffen, dass Hacker das Passwort der Bitcoin-Wallet knacken konnten oder eine Person, der sich der ehemalige Betreiber anvertraute, sich an der Wallet zu schaffen machte.

US-Behörde stellten Bitcoins sicher

Inzwischen steht allerdings fest wer für den Transfer verantwortlich ist. Das US-Justizministerium gab bekannt das es sich bei der Einziehung der Bitcoins um US-Strafverfolgungsbehörden handelt. Bundesanwälte hatten eine Zivilklage eingereicht, bei der Sie die Einziehung der Bitcoins forderten – diese wurde nun von den Behörden beschlagnahmt, berichtete CBS.

Die Sicherstellung der Bitcoins im Wert von rund einer Milliarde US-Dollar ist damit, die umfangreichste Beschlagnahmung an Kryptowährung seit jeher.

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