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US-Behörde: Tesla Autopilot trägt Mitschuld an tödlichem Unfall

26.02.2020 | 11:38 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Teslas Autopilot trägt eine Mitschuld an einem tödlichen Verkehrsunfall. Das sagt die US-Behörde nach der Untersuchung des Unfalls.

Die US-amerikanische Behörde National Transportation Safety Board (NTSB) hat ein hartes Urteil über den Autopilot von Tesla gefällt. Demnach war der Autopilot einer von mehreren Gründen für den tödlichen Unfall am 23. März 2018 im kalifornischen Mountain View, bei dem ein Tesla-Model-X-Fahrer gegen eine Betonbarriere gefahren ist. Die NTSB hatte den Unfall fast zwei Jahre lang untersucht.

Der schwerverletzte Fahrer, der wenige Stunden nach dem Unfall verstarb, hatte damals aber auch noch ein Mobil-Game auf seinem iPhone gespielt, während der Autopilot den Tesla steuerte. Der Fahrer war also stark abgelenkt und vertraute zu sehr auf die Wirksamkeit des Autopiloten. Der Unfall verlief auch deshalb tödlich, weil ein Dämmelement, das die Betonbarriere eigentlich abschirmen sollte, beschädigt und zum Unfallzeitpunkt noch nicht ersetzt worden war.

Die NTSB fordert Tesla auf, beim Autopilot nachzubessern. Zudem sollten Autofahrer daran gehindert werden, sich in einem teilautonomen Fahrzeug so zu verhalten als ob sie in einem vollautonomen Auto unterwegs wären. Die NTSB wirft Tesla außerdem vor, dass das Kamerasystem des Tesla für den Autopilot nicht ausreichend leistungsfähig sei. Denn Tesla vertraue für seinen Autopilot auf Kameras, Ultraschallsensoren und Radar und verzichtet auf Lidar/Laser zur Erfassung der Umgebung. Doch gerade Kameras seien nicht zuverlässig genug, wie die Behörde warnt.

Außerdem kritisiert die NTSB die Art und Weise, wie Teslas Autopilot überprüft, ob der Fahrer noch aufmerksam ist. Hierfür nutzt Tesla Drucksensoren im Lenkrad: Stellen diese fest, dass sich die Hände des Fahrers eine Zeitlang nicht mehr auf dem Lenkrad befinden, so ertönt ein Alarm. Diese Methode hält die NTSB für nicht ausreichend. Das Notbremssystem des Tesla Model X habe bei dem besagten Unfall ebenfalls versagt.

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In diesem Zusammenhang kritisiert die NTSB auch die US-Behörde National Highway Traffic Safety Administration, deren Vorgaben für derartige „Selbstfahrsysteme“ nicht ausreichend sein würden.

Die NTSB warnt: Falls Tesla nicht zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für die Benutzung des Autopilot einführe, dann könnten sich weitere tödliche Unfälle in Zusammenhang mit dem Autopilot ereignen. Außerdem empfiehlt die Behörde, dass der Autohersteller Faktoren, die den Fahrer ablenken können, ausschalten soll. In diesem Zusammenhang denkt das NTSB auch an das Sperren von Smartphones während der Fahrt.

Die NTSB wirft Tesla zudem vor, seit 2017 nicht auf die damals gemachten Sicherheitsvorschläge geantwortet zu haben, wie The Verge berichtet.

Tödlicher Tesla-Unfall: Autopilot beschleunigte vor Aufprall

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